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11
Feb
Als hobbymäßiger Fotograf habe ich in der Vergangenheit regelmäßig Führungen über die Dächer des Kölner Doms organisiert. Fachkundige und interessierte Teilnehmer habe ich immer in der Fotocommunity gefunden. Verdient habe ich daran nichts, aber so eine Community lebt ja von anderen Dingen. Die Eindrücke und Einsichten die man auf den Touren erlangen konnte waren wirklich einzigartig.
Inzwischen war ich wahrscheinlich schon mehr als 20 mal auf den Dächern des Kölner Doms. Bei der letzten Führung passierte (ausgerechnet) mir ein Missgeschick. Aufgrund von Nässe rutsche ich im Rundgang (aussen am Dom) aus, stolperte und stiess mit meinem Ellboge
n in ein Fenster. Nein, nicht irgendein Fenster. Ein mittelalterliches Fenster aus Bleiglas, von innen handbemalt. Das alte dünne Glas gab sofort nach und zerbrach. Es entstand ein Loch von ca. 10 cm Größe. Ich informierte sofort die Mitarbeiterin der Dombauhütte, die dann die Führung beendete.
Zu Hause angekommen habe ich erstmal meinen Versicherungsordner, Rubrik “Private Haftpflichtversicherung” geöffnet. Das Telefongespräch mit der Hotline verlief ungefähr so:
GK: “Guten Tag, ich wollte einen Schaden melden.”
Versicherung: “Was ist denn passiert?”
GK: “Ich habe ein Fenster kaputt gemacht.”
Versicherung: “Wo war der Schaden, Ort und Postleitzahl?”
GK: “In Köln, 50677″
Versicherung: “Straße und Hausnummer?”
GK: “Domkloster 4.”
Versicherung: “Um was für ein Gebäude handelt es sich? Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus, Gewerbeobjekt?”
GK: “Hmmm, weder noch, eine Kirche.”
Versicherung: “Was für eine Kirche?”
GK: “Der Kölner Dom.”
…Stille… …Stille…
Versicherung (irritiert): “Äh, wie bitte, der Kölner Dom? Sie haben den Kölner Dom beschädigt?”
GK: “(leise) ja…., ein handbemaltes Bleiglasfenster aus dem Jahr 1860″
Versicherung (entsetzt): “Dann verbinde ich sie mal mit unserem Sachverständigen!”
Das Gespräch dauerte noch eine Weile, aber zu meiner Überraschung war meine Versicherung doch verdammt nett. Eine ganze Weile später kam dann die Rechnung, die meiner Versicherung zugestellt wurde. 10.000 Euro Schadenshöhe. 5.000 Euro Reparaturkosten und 5.000 Euro Wertminderung.
Die Frage nach der Bedeutung der Wertminderung konnte mir noch keiner beantworten, na ja, vielleicht plant man einen Verkauf des Kölner Doms. Seit dem habe ich keine Führung mehr organisiert, es solle erst “Gras über die Sache wachsen”. Man hat mir keine Termine mehr für Domführungen für Fotografen anbieten wollen. Wahrscheinlich stelle ich inzwischen für den Dom ein Risiko dar. Es war nicht der erste Vorfall….
- Published by Guido in: Fotografie Köln
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3 Responses to “Der Kölner Dom und ich”
Pass mal den unteren Link zur FC an, da steht aktuell http://http//…..
sei froh, dass du nicht durch das fenster gefallen bist, sonst wäre deine versicherung vermutlich jetzt insolvent
So was habe ich auch noch nicht gehört. Das jemand unabsichtlich eine Scheibe am Dom eingeschlagen hat. Das war sicher mehr als nur ein bisschen Peinlich für Sie oder? Also ich würde da im Erdboden versinken, wenn mir so etwas passieren würde. Allerdings ist es wirklich sehr schade um das schöne Fenster, denn ersetzen kann man das auf gar keinen Fall mehr. Das ist wirklich sehr schade. Da können Sie ja noch froh sein, dass sie nicht absolutes Verbot haben dort oben zu fotografieren.
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