Folgende E-Mail erreichte mich zu dem Projekt: “Polizei im Umgang mit Menschen mit Behinderung”
“Als blinder Fußballfan stehe ich häufig im Kontakt mit Ihren Kollegen, aber von Kommunikation kann häufig keine Rede sein, da man auf gestellte Fragen keine Antwort erhält. Z. B. beim Spiel von Bayer 04 Leverkusen gegen den FC Liverpool am 09.03.2005 fuhr ich mit dem RE von Leverkusen nach Köln zurück. Auf dem Kölner HBF standen mehrere Kollegen von Ihnen an der Treppe und richteten es so ein, dass man nur einzeln runtergehen konnte. Ich fragte mehrmals, was ich tun sollte, aber erhielt keine Antwort ein englischer Fußballfan mit Bierdunst schlug mir die Hand auf die Schulter und führte mich die Treppe hinab. Anschließend versuchte ich ein Taxi zu bekommen. Vor dem Bahnhof standen wieder Ihre Kollegen, die aus Sicherheitsgründen sich dort postiert hatten. Es gab quasi kein Durchkommen und mein “englischer Freund” war auch verschwunden, glücklicherweise gab es einen Passanten, der mir half. Nicht, dass Sie denken, ich sei wie die anderen Fans, ich gehe für mein Leben gern zum Fußball, habe aber mit den Auswüchsen wie Alkohol und Agressionen nichts zu tun. Deswegen wünsche ich Ihnen viel Erfolg mit Ihrem Pojekt und vielleicht veröffentlichen Sie das Ergebnis.
Auch wenn es eigenartig klingt, blinde Menschen gehen auch zum Fußball und treffen sich mit ihren Begleitern an Bahnhöfen wie in meinem Fall, dass ich von Hürth alleine nach Leverkusen fahre und mich dort mit meinem jeweiligen Begleiter treffe. Wohl gemerk, dass sind wenige Fälle, aber gerade dort wo blinde Menschen alleine sich zu orientieren suchen und die Umgebung dies aufgrund der Lautstärke nicht zulässt ist es sehr schwer sich zurecht zu finden. Dies ist auch der Fall, wenn in Köln Großveranstaltungen im RheinEnergiestadion sind, wie z. B. Konzerte und man plötzlich von agressiven alkoholisierten Wolfgang-Petri-Fans umgeben ist und vergessen hat, dass der spielt, da sucht man das Weite, kann es aber selten, da die Situation unübersichtlich ist. Da lobe ich mir den Weltjugendtag, da ging alles viel unsichtiger zu.”

Ich denke im Projekt gibt es viel zu tun. In den meisten Fällen würde das Vorhandensein von ein wenig mehr Bewusstsein für Menschen mit Behinderung wahrscheinlich schon ausreichen.
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Es ist gestartet. 11 Studierende der FHöV Köln untersuchen jetzt in zehn Wochen das Thema wissenschaftlich. Anfang 2008 liegt dann das Projektergebnis vor. Wer für das Projekt Werbung machen möchte, der verbreitet das Infoblatt.
In den nächsten Wochen werde ich projektbegleitend immer mal wieder Sachverhalte zum Thema einstellen und bin auf eure Reaktionen gespannt.
Hier mal der erste Sachverhalt:
Unsichtbarer Dienstausweis
In Bergisch-Gladbach klingelt es bei einem blinden Mann an der Türe. Dieser öffnet und wird von zwei Männern nach seinem Nachbarn befragt. Er beantwortet die Fragen. Die beiden Männer gehen wieder und steigen in ihr Auto. Da ihm die Fragen “komisch” vorkommen, ruft er seine sehende Tochter vom Speicher und bittet sie, sich das Kennzeichen des Autos der beiden Männer aufzuschreiben. Diese lachte und meinte “Papa das war ein Polizeiauto und die Polizisten fahren jetzt weg.” Die beiden einschreitenden Polizeibeamten haben sich nicht als Polizei vorgestellt und gingen davon aus, dass der blinde Mensch ja sie und ihre Uniform gesehen hat (der blinde Mann trägt immer eine sehr dunkle Brille). Selbst wenn sie sich vorgestellt hätten, ein blinder Mensch kann einen Polizeidienstausweis nicht so einfach auf seine Echtheit überprüfen…
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Das darf doch nicht wahr sein! Kann doch jedem Mal passieren. Ist doch nicht schlimm. Aus Fehlern lernt man. Die Sprüche habe ich in den letzten Wochen alle gehört.
Jaja….
Mein Blog war weg. Meine Internetseiten waren weg.
Hmmm…. seltsam. E-Mail an den Provider. “Die USV wird getauscht, dadurch kam es zu einigen Ausfällen, morgen läuft wieder alles.”
Ok, einen Tag Ausfall ist ja ok, kann passieren. Wird akzeptiert.
Am nächsten Tag sah ich dann: “Hacked by…” auf meinem Blog. Und das war alles was ich sah. Erste Zweifel (an mir) kamen auf. Eine zweite E-Mail an den Provider brachte dann die bittere Wahrheit ans Tageslicht. Der gesamte Server (auf dem mein Angebot lag) war gehacked und alle Daten waren futsch. Leider auch meine Sicherung die ich immer brav und regelmäßig auf dem Server (jaja, ich weiss…) gemacht habe. Ich dachte noch, was sollst du mit einer E-Mailsicherung, ist doch Quatsch, und vertraute meinem Provider. Das einzige was man beim Provider wieder herstellen konnte war ein drei Monate alter Stand. Na super.
In mühsamer Kleinarbeit habe ich also erstmal den gesamten Content zusammengetragen, mein besonderer Dank gilt hier archive.org und Google Cache.
Ohne die wäre ich ein wenig aufgeschmissen gewesen. Leider fehlen mir von einigen Artikeln ein paar Zeilen, wer also zufälligerweise in seinem Feedreader noch einige Postings von mir hat, über eine Mail würde ich mich freuen. Es geht um den Zeitraum April bis Juli 2007. Jetzt bastel ich das Theme noch ein wenig zurecht, aber pünktlich zum einjährigen Bestehen des Blogs am 28.11.2007 sollte alles wieder funktionieren.
Inzwischen mache ich noch ein paar Back-Ups zusätzlich.
Die Strafanzeige des Providers hat mir leider nur wenig geholfen. Dafür sind jetzt auch wieder alle alten Beiträge online. Und wenn ich viel Langeweile habe dann rekonstruiere ich auch alle Kommentare, das habe ich mir im “ersten Angriff” gespart. Jetzt gibt es nur ne Menge Postings ohne Kommentare. Schlecht für nen Blog, ich weiss…
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