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5
Okt
Vor was muss man in der heutigen Zeit eigentlich Angst haben?
- Vorratsdatenspeicherung?
- Onlinedurchsuchung?
- Honeypots?
- Politik?
- Polizei?
- oder vor seiner eigenen Angst?
In vielen Gesprächen mit Menschen, die ein Onlineleben haben, erlebe ich immer wieder Angst vor Überwachung. Überwachung durch den Staat, die Polizei, das BKA oder andere Institutionen.
Warum eigentlich?
Wenn ihr von einer schweren Straftat betroffen wäret, wäre es wahrscheinlich auch euer Wunsch, dass Polizei alles erdenkliche veranlasst und unternimmt um den oder die Täter zu ermitteln. Oder? Egal ob offline oder online!
Ich könnte jetzt hier Passagen aus Strafanzeigen zitieren, die genau solche Szenarien als Wunsch aufkommen lassen. Polizei wird nicht wild irgendwelche Telefone abhören, wird nicht wild irgendwelche E-Mails mitlesen oder Festplatten durchsuchen. Polizei besteht aus Menschen. Menschen, die einen Eid geschworen haben. Einen Eid, der dazu verpflichtet, Gesetze zu beachten, Gerechtigkeit gegen jedermann zu üben und sein Amt nach bestem Wissen und Können auszuüben.
Und diese Menschen, meine Kolleginnen und Kollegen, haben kein Interesse daran sich nicht an ihren Eid zu erinnern und Recht und Gesetz zu befolgen. Warum sollte sie also aus “Langeweile” irgendwelche Daten sammeln. Und ausgerechnet auch noch eure?
Die aktuellen Themen wie Onlinedurchsuchung, Vorratsdatenspeicherung und Honeypots werden teilweise auf einem Niveau geführt, als würde jetzt jeder engagierte Internetnutzer auf irgendwelchen “schwarzen Listen” der Polizei (die es nicht gibt) auftauchen und hätte bei seiner nächsten Auslandsreise außerhalb der EU Probleme bei der Ausreise nur weil er mal auf der Homepage des BKA vorbeigesurft ist.
Wenn ihr Angst um eure Daten habt, dann bedient euch des Egosurfings und schaut, wem ihr schon welche Daten anvertraut habt. Und schaut einmal, ob große Suchmaschinenbetreiber, Web 2.0 Dienste oder Communities ähnlichen Voraussetzungen wie Eid, Gesetze und Verordnungen unterliegen. Oder ob es nicht doch irgendwo Kleingedrucktes gibt…
Ich bleibe dabei. Polizei ist nicht böse, genau so wenig wie das Internet!
- Published by Guido in: Bundestrojaner Internet Polizei Web 2.0
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One Response to “Angst vor der Polizei”
Die Erfahrung zeigt aber leider, daß Möglichkeiten zu Überwachung, wenn sie erst einmal vorhanden sind, auch genutzt werden.
Siehe die Antiterrordatei, von der einmal behauptet wurde, es würden, wenn überhaupt, nur einige hundert Bürger dort aufgenommen. Mittlerweile sind dort mehrere Zehntausend Menschen drin erfasst.
Es mag sein, daß Du keine Absicht hast, Leute einfach so auszuspionieren – das sehen aber leider nicht alle Deine Kollegen so: http://annalist.noblogs.org/
Der Vergleich mit Payback, Google & Co. hinkt, weil ich diesen Leuten meine Daten freiwillig anvertraut habe, was bei Vorratsdatenspeicherung & Co. nicht der Fall ist.
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