In einer für die ARD durchgeführten Umfrage (September 2007) sprachen sich 58% der Befragten für eine Onlinedurchsuchung aus. Die Tendenz zur letzten Befragung war steigend.

Die ganze Umfrage gibt es bei Dimap Infratest.

90% sprachen sich für eine bessere Ausstattung der Polizei aus. 82% schlagen härtere Strafen zur Abschreckung vor, 71% wollen mehr Überwachungskameras und 68% sind für eine generelle Überwachung des Internets.

Interessant ist auch die Untersuchung, wie das Thema von den Parteien angenommen wird. Mehr dazu findet man in ARD DeutschlandTREND September 2007 .

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Christiane schreibt in ihrem Blog Behindertenparkplatz (übrigens einer meiner Lieblingsblogs!) über die Barrierefreiheit von Barcamps. Bei den drei Barcamps an denen ich teilgenommen habe gab es immer Sessions zum Thema Barrierefreiheit. Aber wie ist das denn mit “walk the talk”, wie ist das mit den Basics? Reden “wir” nur drüber oder tun “wir” auch was dafür?

Also… Liebe Barcamporganisatorinnen und Barcamporganisatoren, liebe Sponsorinnen und Sponsoren, liebes Mixxt-Team, liebe Barcampteilnehmerinnen und Barcampteilnehmer, werdet wach und denkt mal über das Thema nach. Alle reden von ihren Grundrechten auf Freiheit auch im Internet, von Anonymität, weg von der Überwachung, klagen ihre im Grundgesetz verankerten Rechte ein. Zu Recht! Aber es gibt noch mehr Grundrechte!

Ich weise ganz konkret auf Artikel drei Absatz drei Satz unserers Grundgesetzes hin:

“…Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.”

Die Rechte auf Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis kommen übrigens erst viel später im Grundgesetz (Artikel 10). Ich denke wenn man die Planung von Barcamps zeitnah beginnt, sollte Barrierefreiheit kein Problem sein! Die von Christiane aufgestellten Voraussetzungen sind zu schaffen.

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Veranstaltungshinweis: Die LDI des Landes NRW bietet am 18.10.2007 in Düsseldorf ein interessantes Symposium an.

“Welche Auswirkungen haben die aktuellen Entwicklungen im Internet auf unser Persönlichkeitsrecht? Die Frage ist nicht neu. Antworten müssen mit dem rasanten technischen Fortschritt und neuen konzeptionellen Nutzungsmöglichkeiten des Netzes Schritt halten. Wer weiß was über uns? Haben wir die Kontrolle oder werden wir kontrolliert? Was können wir tun? Wissen wir, was wir tun? Bereits heute verschwimmen Grenzen zwischen dem Netz und dem PC zu Hause, am Arbeitsplatz oder unterwegs. Daten werden nicht mehr nur auf der Festplatte, sondern in virtuellen Netzräumen gespeichert. Gebetene und ungebetene Gäste sind auf den Systemen der Nutzerinnen und Nutzer aktiv. Seien es Softwarehersteller, die die Notwendigkeit der Aktualisierung von Software online überprüfen, Internetseiten, die Spyware, Cookies oder ähnliches auf dem Rechner ablegen, oder Kriminelle, die Bankpasswörter ausspähen. Staatliche Stellen wollen unsere Verbindungsdaten auswerten oder sich als Hacker betätigen. Es ist kaum noch überschaubar, wer was über uns weiß, wenn wir uns im Netz bewegen. Das Symposium versucht, diese Fragen aufzuhellen und möchte gleichzeitig einen Blick auf mögliche Schutzmechanismen für die Privatsphäre werfen – heute und in Zukunft.”

Alle Infos dazu gibt es auf der Internetseite der LDI NRW.

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Koffeinsucht hat beim BMJ nachgefragt. Wie ist es eigentlich mit BOSS, dem § 202c und dem BSI? Hier ein Auszug aus der Antwort:

“…Entsprechende Handlungen führen auf Grund der Änderung durch das 41. Strafrechtsänderungsgesetz bei der Sicherheitsüberprüfung mit Hilfe sog. „Hacker-Tools“ nicht zu einer Strafbarkeit nach § 202c Strafgesetzbuch. Die Notwendigkeit, bestimmte Programme dieser Art zu verwenden, um Server auf Schwachstellen zu überprüfen, wird durch das Gesetz berücksichtigt. …”

weiter heisst es noch:

“… Der Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages hat daher in seinem Bericht (Bundestags-Drucksache 16/5449) auch aus Sicht der Bundesregierung zutreffend ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der gutwillige Umgang mit Hacker-Tools durch IT-Sicherheitsexperten nicht von § 202c StGB-E erfasst werde. …”

Den ganzen Text gibt es bei Koffeinsucht.

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Wäscheklammern?

Die erste Herausforderung des Barcamps München war die Wäscheklammer. Nur Genies können auf solche Ideen kommen. Der Zutritt zu den Konferenzräumen war auf exakt 168 Personen gleichzeitig beschränkt. Wie soll das die Security am Einlass kontrollieren? Ganz einfach, mit Wäscheklammern. Exakt 168 Wäscheklammern standen zur Verfügung. Jeder der reinging nahm eine und beim Verlassen gab man diese wieder ab.

Barcamps im Wandel

Alleine schon beim Empfang zeigten sich die Unterschiede. Wo das Registration Desk bei meinem ersten Barcampbesuch aus einer Rolle Klebeband und einem Filzstift für Namensschilder bestand, bekam man in München (Hallbergmoos) sein (Klebe-) Namensschild, seinen „eigenen“ WLAN Key und natürlich das Barcamp T-Shirt. Die Orga stimmte bis ins Detail. Respekt und Dank hierfür!

Mahlzeit

Erst später erfuhren wir zufällig, dass der Caterer eine Bio-Caterer ist. Das hat man auch geschmeckt. Ohne Mampf keine Kampf, also war die Grundlage für geistige Höchstleistungen in Vollendung gegeben. Der Caterer zeigte sich erstaunt, dass viele ihre Teller auch wieder zurücktragen wollten, das waren sie nicht gewohnt. Barcamper sind eben gut erzogen. Die Bierzeltgarnituren hatten standesgemäß Stofftischdecken und waren immer gut bestückt mit Softdrinks. Benutztes Besteck, Gläser und Teller wurden in Windeseile abgeräumt. Persönlich denke ich nicht dass Barcamps serviceseitig ein so hohes Niveau brauchen, aber es ist doch „nice to have“. Bio Eis von Heatly Planet ist ein Gedicht, ihr dürft gerne wiederkommen und Saft von Walther’s gehört ja inzwischen zum Barcamp wie Franz zur Orga. Schade nur dass Kirstin nicht selber anwesend war. Naja, next time!

Sessions

Die Sessions die ich besucht habe, waren allesamt sehr interessant, unterhaltsam (Danke an Till für die coole Zauber-Session, die Karte von Romeo und Julia liegt auf meinem Schreibtisch) und aufklärend. Ich habe an den zwei Tagen wieder viel gelernt, habe viele nette Menschen kennengelernt und habe Ideen bekommen bei denen es mir unter den Nägeln brennt diese auch mit Polizei zu verheiraten. Leider waren wieder viele gute Sessions zeitgleich, aber so ist das eben. Das Thema Video war leider stark unterrepräsentiert um die Sessions im Nachhinein noch mal anzuschauen.

Den Sonntag habe ich genutzt zwei Sessions anzubieten, eine Session zum Thema Polizei und Angst, die zweite zum Thema Barrierefreiheit und warum fast alle Gründer eine große Zielgruppe vergessen.

Polizeisession

Die Polizeisession war in Teilen mit plakativen Beispielen übertrieben dargestellt und extrem provozierend. Ich möchte dass man Themen im Bezug auf Polizei und Internet nicht auf einem relativ oberflächlichen Stammtisch-Bild-Niveau diskutiert. Ich möchte, dass man sich die Gesamtzusammenhänge vor Augen führt, sich die politischen Grundlagen solcher Entscheidungsprozesse aneignet und für sich selber erst mal ausführlich recherchiert. Nur wenn jemand einmal die Internetseite der Polizei NRW besucht hat muss er doch keine Angst haben wenn er demnächst nach Amerika fliegen möchte. Wer sich an Recht und Gesetz hält hat nichts zu befürchten!

Im zweiten Teil habe ich kurz erläutert warum die Polizei das Web 2.0 erfunden hat (nicht ganz ernst gemeint…) und dass Polizei doch sehr innovationsfreudig ist auch wenn das öffentliche Bild das nicht so sehr wahrnimmt.

Session Barrierefreiheit

Die Session zum Thema Barrierefreiheit war ein kurzer Abriss der Grundlagen. Was bedeutet Barrierefreiheit, was bedeutet Behinderung, wie surfen Menschen mit Behinderung im Internet und warum kann gerade diese Zielgruppe für mein Startup wichtig sein. Wenn man startet oder gründet, sollte man sich vorher in das Thema einarbeiten dann gibt es auch keinen finanziellen Mehraufwand. Wenn Programmierer später alles „heilen“ sollen wird es schwerer und aufwändiger.

Fazit

Alles in allem ein schönes Barcamp-Wochenende an einem goldenen Oktobertag im schönen Bayern! Vielen Dank an das Orgateam! Zum Thema Noshows sollte ich mich mal mit Henning zusammentun und überlegen, wie wir Noshows virtuell verfolgen… ;-)