Gestern abend (07.03.2007) rief mich mein Cousin (C) an. Er ist 16 und natürlich im Netz unterwegs.

(C) “Guido, ich habe da heute eine komische E-Mail bekommen.”

(G) “Lass mich raten, mit einer Rechnung dran?”

(C) “…äh, ja, woher weisst du das?”

(G) “Von Singel.de und die wollen ein paar hundert Euro von dir!”

(C) “Ja…, muss ich das jetzt bezahlen?”

(G) “Bloss nicht, lösch die Mail, seit gestern abend werden unter diesem Absender E-Mails verschickt. Auf ihrer eigenen Seite haben sich die Betreiber von single.de bzw. singel.de davon distanziert, aber seit ein paar Stunden ist die Seite schon gar nicht mehr in Netz, wenn du jetzt single.de eingibst landest du bei Google. Diese Mail haben verdammt viele Menschen bekommen, ich auch.”

Danach gab es noch einen kleinen Exkurs zum sicheren Surfen im Netz, zum Umgang mit (komischen) E-Mails, zur Sicherung des Rechners und zu allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen. Ich denke auf Schulhöfen passiert inzwischen jede Menge an strafrechtlich relavanten Sachverhalten.

Den Singel.de Sachverhalt (und auch quelle.de) kenne ich nicht, aber er erscheint durchaus geeignet, eine Firma durch einen gezielten Spam-, Trojaner o.ä. Angriff die Existenz zu nehmen. Böswillige Konkurrenten könnten gezielt eine E-Mail losschicken und die Firmeninhaber vor enorme Probleme stellen. Zufälligerweise ist der Firmensitz von Singel.de bei mir um die Ecke.

Das erinnert mich an einen Fernsehbericht des Hessischen Rundfunks. (Danke an Frank Monnerjahn für den Hinweis) In dem Artikel geht es um die Unheimlichen Herrscher des Internets. Wie Hacker während der WM2006 ganz Malta vom Internet abgeschnitten haben und welche kriminelle Macht das Web bietet. Dieses Bericht (auch wenn er 45 Minuten dauert) empfehle ich sich anzusehen! Gut gemacht und gut recherchiert! Einige namhafte Firmen sind schon Opfer geworden…. Ob das Bild des Internets zu dunkel gemalt wird überlasse ich der eigenen Wahrnehmung. Viel Spass beim Ansehen!

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Das ist mal Web 2.0 nach meinem Geschmack. Der kanadische Polizist Jorge Lasso hat das Video einer Überwachungskamera bei Youtube eingestellt. Zusätzlich zur normalen Öffentlichkeitsfahndung sollte der Mord nach einem Hip-Hop Konzert aufgeklärt werden. 30.000 Klicks und zwei Wochen später stellte sich der Täter selber. Das Video wurde durch Lasso sofort danach gelöscht, aber wie nicht anders zu erwarten war kurz danach eine Kopie zu finden. Mit Suchbegriffen wie „Club 77 Hamilton Security Video“ lässt sich das Video immer noch finden.

Eine relativ simple Maßnahme, aber in vielen Fällen kommt es eben einfach nur darauf an, überhaupt die Idee und den Mut zu haben diesen Schritt zu gehen. Ich denke es wird nicht lange dauern bis auch deutsche Behörden solche Web 2.0 Portale zu ihren Zwecken nutzen. Zumindest werde ich in NRW ordentlich Werbung für solche neuen Wege machen.

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So klangen die letzten zwei Anrufe eines stark sehbehinderten Menschen im Kreis Soest bei seiner Mutter. Ergänzt hat er noch: “Ich bin aus dem Zug gefallen.” Danach wurde er von der Polizei mit allem was wir so haben gesucht. Hubschrauber mit Wärmebildkamers, Hunde und viele Polizisten. Vergebens. Er wurde nicht rechtzeitig gefunden. Einen Tag später fand ihn ein Spaziergänger mit Hund. Tot. 

Das erinnerte mich an das Thema

Deutschland registriert sich!

Eine Aktion der Björn Steiger Stiftung und der Bild Zeitung. Damit soll man nach Registrierung über sein Handy in Notfällen schneller geortet werden können. Soviel zur Theorie. In dem vorliegenden Fall wurde die Handyortung auch versucht (ohne Registrierung). Leider ohne den gewünschten Erfolg.

Zu einer genauen Ortung sind Funkzellen nicht geeignet. Funkzellen können eine Ausdehnung bis zu zwei Kilometern haben. Anders sieht es natürlich aus wenn das Handy einen GPS Empfänger hat, aber wer hat das schon?

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