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13
Dez
Gestern abend musste ich schmunzeln. Ich habe in meiner Ablage ein ganz bestimmtes Schreiben gesucht. Durch Zufall fiel mir ein Ausdruck eines Blogs und ein Buch in die Hand. Der Blogausdruck ist schon fast zwei Jahre alt und den Blog gibt es heute auch schon nicht mehr.
Den Blog hat der Sohn meiner Vormieterin geschrieben; geschätzt war er zu der Zeit so 16-17 Jahre alt. Er beschreibt darin wie er (schon ein paar Jahre her) in dem letzten kalten Winter die graue Zeit dazu genutzt hat eine Map für Doom nachzubauen. Und zwar die Wohnung in der ich jetzt wohne. Die hat er dann in entsprechenden Foren zum Download angeboten. Ich habe mir damals die Map mal runtergeladen und fand sie recht detailgetreu (für die damaligen Verhältnisse).
Jetzt sitze ich seeleruhig an meinem PC und dabei könnten gerade um mich rum die wildesten Doom-Szenen im Gange sein. Ist jeder der so eine Map nachbaut potentiell gefährdet? Oder ist es nicht eher so dass man das anfängt nachzubauen was man am besten kennt? Sein Elternhaus oder eben die Schule?
Angst habe ich wegen der existierenden Map auf jeden Fall nicht.
Das Buch was mir in die Hand gefallen ist: Andere Menschen schreiben in ihren Büchern über Wohnungen. So schreibt der Vormieter meiner Vormietern (quasi der Urvormieter) Hermann Götting in seinem Buch “Die Figur dazu hab ich” leicht übertrieben zu der Wohnung:
“Wir vertauschten die Burg mit einem Schloß – Schloß Höhenflug nannten Freunde unsere neue, zweihundert Quadratmeter (stimmt nicht) große Wohnung. Die Zimmer waren stattliche viereinhalb Meter (stimmt auch nicht) hoch, der Flur respektable dreinundzwanzig Meter lang und die Gesimse an den Türen und Stuckdecken von eine Reichtum, wie ich ihn danach nie wieder gesehen habe. (…) Über einem Fenster zeigte sich der Deutsche Reichsadler mit dem Kölner Wappen in der Kralle wieder als vollendete Stukkateursarbeit; ebenso die Vier Jahreszeiten im großen Salon, und Medaillons mit römischen Kriegern und mehrere Drachenköpfe gaben der Wohnung tatsächlich eine schloßartige Atmosphäre.”
- Published by Guido in: Internet Köln
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