Früher hatte jeder Ort “seinen” Dorfsheriff. Das waren Polizisten, die meistens auch in dem Bereich für den sie zuständig waren wohnten. Ihren Dienst versahen sie in so genannten Polizeiposten und kannten ihre “üblichen Verdächtigen”. Sie waren zu Fuß, mit Streifenwagen, dem Fahrrad oder sogar öffentlichen Verkehrsmitteln auf Streife.

Das war früher. Polizei war analog, Anzeigen wurden mit Schreibmaschinen geschrieben, VW Käfer reichten als Streifenwagen aus und “übliche Verdächtige” hatten noch so etwas wie eine Ganovenehre.

Heute ist ein solches Szenario denkbar:

(G – Geschädigter): “Ich möchte einen Diebstahl anzeigen.”
(P – Polizist): ” Was ist denn gestohlen worden?”

(G): “Mein Grundstück!”
(P): “?? Ihr Grundstück? Wie kann man denn ein Grundstück stehlen?”

(G): “Ja, ich habe mir letzten Monat ein 540 Quadratmeter großes Grundstück in Second Life gekauft, das ist mir jetzt gestohlen worden.”
(P): “In welchem Land liegt denn Second Life?”
………

Das könnte man jetzt noch seitenweise weiterspinnen. Nicht nur Gesellschaft verändert sich, Polizei verändert sich, Kriminalität verändert sich, Kultur verändert sich. Sprache verändert sich und das Leben vieler Menschen wird zunehmend virtueller.

Was kann Polizei tun um in dieser neuen Kultur erreichbarer zu sein, was kann Polizei tun um virtuell präsenter zu sein? Reichen reine Internetpräsenzen aus? Lohnt es überhaupt noch Papier zu bedrucken und zu verteilen? Sind Services wie eine Onlinestrafanzeige noch zeitgemäß oder muss Polizei noch weiter gehen? Brauchen wir einen allgegenwärtigen Polizei-Avatar, eine Art Dorfsheriff 2.0, der rund um die Uhr virtuell ansprechbar ist?

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Es war für mich spannend mit über 70 Barcamperinnen und Barcampern zu diskutieren. Klar konnten nicht alle Fragen beantwortet und nicht auf alle Themen eingegangen werden. Wir haben mit 68 Minuten ja auch ganz klar die Barcampvorgaben für die Länge einer Session “missachtet”.

Trotzdem denke ich ist uns allen bewußt, daß ein Leben in einer Onlinewelt genauso Gefahren birgt wie das “Offlineleben”. Erstaunlich fand ich die Bemerkung eines Barcampers (sorry wenn ich die Namen nicht alle drauf habe), der sagte dass es ihm durchaus bewußt sei in seinem “Offline”-Leben in Notfällen die 110 anzurufen. Nur online sei ihm das nicht ganz so bewußt.

Wo liegen die Gründe? Ist es die mangelnde Präsenz? Braucht jede Community eine API zur Polizei oder zu anderen Hilfeorganisationen? Oder muss sich vielmehr die Community auch den virtuellen Gefahren und Bedrohungen stellen? Muss Polizei sich wirklich Land kaufen um in Secondlife eine Polizeiwache zu errichten?

Für jede Idee und Antwort bin ich dankbar. Infos zur Session findet ihr im BarcampWiki.

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Das Barcamp in Köln hat mir den entscheidenden Kick verpasst. Ich fange an zu bloggen.

Auf die Nachfrage nach den Blogging Policies unserer Company hatte ich keine Antwort. Oder kurz gesagt, es gibt keine Policy. Es gibt andere Dinge die dies in der Welt der Polizei regeln. Da gibt es so etwas wie ein Landesbeamtengesetz, das Polizisten auch zu einem ausserdienstlichen Wohlverhalten verpflichtet.

Natürlich bin ich nicht der einzige Polizist der bloggt. Nach und nach werde ich hier interessante Blogs zum Thema Polizei auflisten. Über mein Blogdesign mache ich mir noch Gedanken, es gibt ja noch gar kein “Polizei-Theme”.

Noch einen Satz zum Barcamp Cologne: Ich verneige mich in Ehrfurcht vor den Organisatoren des perfekten Barcamps; Respekt und vielen Dank für diese Leistung!

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