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Schrauberkurs bei Abenteuer 4×4

Ein sehr schönes Weihnachtsgeschenk meiner Frau, sie hat mir einen Schrauberkurs für Anfänger- und Fortgeschrittene Defender Schrauber geschenkt. Da der Kurs unweit der Familie in Bayern stattfindet, haben wir das Ganze mit einem Wochenende Bayern verbunden.

Sehr schwermütig begab ich mich OHNE Defender (Werkstattaufenhalt wegen LLK) auf den Weg nach Bayern. Schrauberkurs ohne Defender – da sind ja die Sprüche vorprogrammiert. Naja, zum Glück war ich nicht der einzige ohne Defender…

Abenteuer 4×4 habe ich ja bereits schon diverse Male kennengelernt, aber bislang nur von „Hardware“ und bin von den Produkten sehr überzeugt. So war dann meine Erwartungshaltung an den Kurs sehr hoch.

Enttäuscht wurde sie nicht, im Gegenteil. Ich habe wirklich verdammt viel gelernt. Um es direkt vorweg zu sagen, Schrauben lernt man nicht in einem Eintageskurs. Aber man lernt vor allen Dingen eins: Seinen Defender kennen und verstehen. Dos und dont’s, Empfehlungen und Warnungen, Tipps und Tricks von Profis.

Zunächst kam der dringliche Hinweis an alle: „Gebt euren Autos Namen! Baut eine emotionale Verbindung zu euren Autos auf!“ – Dann fällt vieles leichter, vor allen Dingen das Verzeihen. Als Anschauungsobjekt diente Elmo, der schon lange karrosserielos sein Dasein in der gemütlichen Werkstatt fristet. Wenn man dann Elmo so sieht, versteht man, warum ein Defender nichts anderes ist als eine Kutsche aus Metall mit einem Leiterrahmen.

In liebevoller, lustiger und hingebungsvoller Art und Weise wurde dann die Funktionsweise der einzelnen Bauteile eines Defenders erklärt. Achsen, Längslenker, Stoßdämpfer oder Federn und immer ganz wichtig das Zusammenspiel der Komponenten. Warum man nicht einfach nur Höherlegungsfedern einbauen sollte, sondern immer schauen muss, welches andere Bauteil auch betroffen ist, wie z.B. die Stoßdämpfer, Längsdämpfer oder eben der Panhardstab.

Welches Zubehör kann man sich sparen, welches Metall verträgt sich nicht miteinander (und das gerade bei einem Defender), warum Edelstahl nicht immer die beste Wahl ist und warum man das Thema Buchsen nicht vernachlässigen sollte.

Toll waren aber die praktischen Übungen, in denen anschaulich erklärt wurde wie man sich in einer Notsituation helfen kann, was ist wenn, wie helfe ich mir auch ohne ein passendes Spezialwerkzeug und was soll man eigentlich auf einer langen Tour an Werkzeug mitnehmen. Ich glaube die meisten waren nach dem Maßstab der Profis overequipped…

Warum sollte man nicht immer verstärkte Teile als Ersatz einbauen – ganz einfach, weil dann das nächste damit in Verbindung stehende Teil das schwächste Glied in der Kette ist und der Austausch in der Regel deutlich schwieriger und kostenintensiver ist. Manchmal muss man eben genau diese Teile opfern.

Wenn man nicht aus Bayern kommt – wie ich – und der bayrischen Sprache nicht ganz so mächtig ist (ok, bin ich zum Glück sehr gut), dann könnte man bei dem Kurs schon mal den ein oder anderen Begriff nicht verstehen, es war ein Schrauberkurs mit deutlichen Dialektanteilen… In diesem Sinne, wenn man eine Panne hat, wichtigste Regel: „Trinkst erst oima a Beruhigungshoibe, dann fängst o!“

Die Pausengespräche zum Fachsimpeln und Defenderbestaunen waren echt nett, das Essen hätte ich mir etwas rustikaler gewünscht. Zumal das Wetter sehr schön war, wäre Grillen die coolere und stilechtere Alternative gewesen.

Austausch LMM (Luftmassenmesser)

Das Problem des Fehlercodes P0101 bestand weiter. Nächste Maßname: Austausch des Luftmassenmesser. Der sah äußerlich gut aus, aber das sind ja hoch empfindliche Bauteile denen man einenDefekt nicht ansieht.

Nach einer Beratung durch ein bayrisches Blacklandy Mitglied in der Facebook Gruppe wusste ich was ich kaufen sollte und worauf ich achten muss.

Preislich gibt es von etwas über 50 Euro bis über 230 Euro die (irgendwie alle gleich aussehenden) Luftmassenmesser als Ersatzteil. Bestellt habe ich dann einen von Hella zum Preis von 63 Euro.

Der Einbau gestaltet sich ja sehr schnell, am Gummischlauch des Luftfilterkastens sitzt der Stecker, einfach die Klemme lösen, beide Torx-Schrauben entfernen, Luftmassenmesser herausnehmen, neuen einbauen – fertig.

Ein Anlernen des neuen LMM ist in der Regel nicht erforderlich, der wird sofort als neu erkannt. Wurde er bei mir auch, aber was soll ich sagen? Das war leider auch nicht die Lösung des Problems P0101. Der Defender läuft weiter im Notlaufprogramm.

Jetzt ist er seit ein paar Tagen in der Werkstatt und ich habe noch nichts gehört. Augenscheinlich ein Problem mit der Elektronik.

Dass an einem Defender mal das ein oder andere Teil kaputt geht ist ja ok. Dass ich aber ausgerechnet den ersten größeren Ausfall wegen der Elektronik habe, hätte ich nicht gedacht.

Neue Schläuche für den Turbolader

Eine der vermuteten Ursachen für den Fehlercode waren defekte Schläuche im Bereich Ladeluftkühler / Turbo / Motor. Die vom Erstausrüster sind eh nicht der Hit und halten nach Forenberichten meist nicht länger als 100.000km. Also habe ich mich auf die Suche nach einem guten Ersatz begeben.

Fündig wurde ich bei Allisport, die die so genannten Hosekits für alle möglichen Modelle herstellen und vertreiben. Für den TD4 (late) benötigt man das Set für 119 Pfund. Hinzu kommen noch 26,50 Pfund für das Shipping und 29,10 Pfund Mehrwertsteuer. Das ganze dann in Euro liegt man bei über 200 Euro. Nun ja, bei Bestellungen aus England bin ich momentan irgendwie zögerlich. Sorry. Also habe ich dann bei Nakatanenga bestellt, dort zum Preis von 235 Euro. Da hatte ich die Gewissheit dass die schnell bei mir sind. Dort werden die dann „Set Silikonschläuche“ genannt, der Hersteller wird nicht genannt. Schade. Ich finde gute Hersteller darf man nennen.

Der Einbau. Puh was habe ich geflucht. Menschen mit zierlichen Armen und kleinen Händen sind bei dieser Montage deutlich im Vorteil. Wichtigstes Werkzeug: Ratsche mit flexiblem Gelenk. Eigentlich sind es nur vier Schrauben die gelöst werden müssen. Dann die Schläuche abziehen, auf die neuen Schläuche die Schellen montieren, Schläuche draufstecken und festschrauben. Wenn man zügig arbeitet ist man in 20 Minuten fertig. Hat man das aber nich nie gemacht, können es auch schon mal zwei Stunden mit viel Fluchen werden. Komme ich besser von oben dran oder besser von unten, wo saß die Schelle noch mal genau, was demontiere ich um besser dran zu kommen?

Ich habe den oberen Deckel des Luftfilterkastens sowie die Abdeckung des Lüfters demontiert, sind nur wenige Schrauben aber man dann ein wenig mehr Spielraum. Ein weiterer Helfer ist unbedingt sinnvoll, sonst liegt der Schlauch laufend am Boden oder irgendwo im Motorraum.

Nach der Demontage der alten Schläuche sieht man direkt die gefährdeten Stellen die zumindest an einem Schlauch (Beifahrerseite) zu einem kleinen Loch geführt haben. Alls was sich an gefährdenden Teilen im Motorraum befindet (Plastikklemme einer Dämmmatte) einfach entfernen.

Wie gesagt, wenn man weiß wie es geht, sind das keine 20 Minuten und die Schläuche sind gewechselt.

Die Montage der neuen Schläuche haben aber das Problem des Notprogramms (Fehlercode P0101) nicht behoben.

Fehlercode P0101

Oh je, nach einer Fahrt von knapp 600km ausgerechnet an Silvester auf einmal Notprogramm. Motorkontrolllampe geht an, der Defender läuft bergrunter nur noch 100km/h, bergauf 60-80km/h.

Auf den nächsten Rastplatz, Motor aus, wieder an, Kontrolllampe bleibt an, Motor läuft aber normal weiter. Die Fahrt nach Hause verläuft ohne Komplikationen. Die Ryd-App meldet Fehler 0101 und behauptet der Fehler liegt im Bereich der Luft- und Kraftstoffmessung.

Hmmm, da kommt ja so einiges in Frage. Ein wenig gegoogelt, ein wenig Expertenrat eingeholt, kristallisieren sich verschiedenen Möglichkeiten heraus. Erste Maßnahme, Kontrolle des Luftmassenmessers. Diagnose: komplett unauffällig, zumindest äußerlich. Soll ja nix heißen…

Im Lauf der Zeit geht der Defender immer schneller und häufiger ins Notprogramm, ein Fahren macht keinen Spaß mehr. Oder anders gesagt, entschleunigt sehr…

100.000km – Eingefahren?

Gute fünf Jahre alt und 100.000km gefahren. Ich bleibe nach wie vor dabei, es war die unvernünftigste vernünftige Entscheidung die ich in den letzten Jahren getroffen habe. Mit keinem anderen Auto hatte ich mehr Spaß und Freude.

Kein anderes Auto entschleunigt mich so gut wie ein Landrover Defender.

Die paar Macken die dran waren halten sich meines Erachtens komplett im Rahmen, das bisschen Rost scheut mich in keinem Fall. Ich finde es schade dass der Defender nicht weiter vertrieben wird, ein Nachfolger wird den Kult nicht auffangen können. Wobei ich ja ehrlich zugeben muss, dass Suzuki mit ihrem neuen Jimny ein großer Wurf gelungen ist. Kein Wunder dass die Wartezeit inzwischen bei über einem Jahr liegt.

Ein Defender hat, was vielen neuen Autos heute fehlt. Die sind zwar technologisch perfekt, haben aber keine Emotion. Danke Landrover! Auf die nächsten 100.000km!

50 Kwacha – der Defendergeldschein

Auf der Homepage der Bank von Malawi wird der Geldschein wie folgt beschrieben:

K50 note
On the K50 banknote, the motif is Elephants at Kasungu National Park. This represents the theme of Sustainable Economic Growth and sub themes of Wildlife & Tourism. The government’s goal is to conserve, manage and develop wildlife resources, to improve transportation links to tourism destinations to promote the tourism industry in Malawi.

Umgerechnet liegt der Wert bei ungefähr 6 Cent für einen Geldschein. Ich denke der Druck und die Verteilung kosten mehr als der eigentliche Wert. Aber Malawi hat dem Defender ein Denkmal gesetzt. Wikipedia benennt das mit „Elefant und Safarifahrzeug“.

Gekauft habe ich die Scheine über Ebay für einen Euro, Versand 0,95 Euro… Schöner Rahmen drum und ab in die Garage!

Quietschende Kupplung Defender

Es wurde immer mehr. Anfangs ignoriert man das und denkt ja das gehört dazu. Irgendwann wird es aber nervend. Der Handlungsdruck steigt. Beim Treten des Kupplungspedals quietscht und knarrt das wie eine alte Türe eines Schlosses.

Um die Geräuschentwicklung zu beheben muss man in den Motorraum. Von innen kann man nicht viel ausrichten, ein gutes Fett muss her um zu schmieren. Von einer guten Zugänglichkeit zu sprechen wäre sehr übertrieben, wie immer eine Fummelei.

Man kommt gut an den kleinen schwarzen Kasten mit den sechs Schrauben heran, alle Schrauben raus, Deckel ab und man sieht den Zylinder und die Mechanik des Pedals. Da muss dann ordentlich Fett rein und man kann kuppeln ohne was zu hören. 15 Minuten Arbeit, dann ist Ruhe.

Es werde Licht – Dritte Bremsleuchte hinten

Und wieder das Kurzfazit: Ein Austausch ist nicht notwendig wenn es keinen Ausfall gibt. Wenn man fast alle Birnchen am Defender getauscht hat ist man auf jeden Fall „Sockelspezialist“ und kennt alle Unterschiede. Insbesondere bei der dritten Bremsleuchte hatte ich mir eine deutliche bessere Lichtausbeute versprochen.

Pustekuchen. War nix. Lichtausbeute schlechter als bei herkömmlichen Birnchen. Natürlich ist die Reaktionszeit der LED im Millisekundenbereich besser, aber das war mir als Argument bei den doch relativ teuren LED Birnchen zu wenig. Die Lichtausbeute sollte deutlich besser sein damit sich der Aufwand lohnt.

Ich überlege die ganze Bremsleuchte zu tauschen gegen eine flache LED leuchte, bislang habe ich aber noch nichts passendes gefunden.

Es werde Licht IV – Kennzeichenbeleuchtung

Kurzfazit vorweg: Nicht nötig, es sei denn die Birnchen sind defekt. Das war bei mir der Fall (eines hatte sich verabschiedet), das habe ich aber gar nicht bemerkt, erst als ich gegen LED tauschen wollte.

Wie immer passende Birnchen besorgt und schnell getauscht. Vom Erfolg war ich mäßig begeistert, die Helligkeit ist kein Unterscheid, nur ist das Licht jetzt deutlich weißer. Der Austausch ist mit Schraubendreher schnell passiert.

Wieder ein neuer Tankdeckel

Vor eineinhalb Jahren habe ich den originalen Tankdeckel tauschen müssen weil er defekt war. Dann habe ich ein Ersatzteil von Bearmach gekauft. Wie sich jetzt rausstellt, der größte Schrott. 18 Monate Haltbarkeit finde ich schon fast frech. Und bei einem Tankdeckel kann man ja eigentlich nichts falsch machen bei der Bedienung.

Wenn man dann eine 600km Heimreise vor sich hat, der Tank leer ist, man an der Tankstelle steht und der Tankdeckel geht nicht mehr auf steigt nicht unbedingt die Laune. Um nicht zu sagen ich war stinksauer. Aufschließen und Abschließen ging, aber aufdrehen war nicht mehr möglich, es hörte sich so an als wäre im Innern des Tankdeckels etwas gebrochen. Natürlich kommt man super dran und so war es wirkliche Fummelei mit roher Gewalt und großem Kraftaufwand den Tankdeckel nach 30 Minuten zu öffnen.

Dann kam die Frage was für ein Teil nehme ich denn jetzt? Der originale hat nach gut zwei Jahren versagt, der von Bearmach nach eineinhalb, also soll was vernünftiges her. In der Blacklandy Facebook Gruppe hatte ich einen aus Alu gesehen. Der war aus Alu poliert, vom Material wahrscheinlich ok, aber farblich nicht so mein  Geschmack. Nach ein wenig Recherche bekam ich von Don Miguel den Hinweis auf den schwarz eloxierten Tankdeckel von Offroadservice Nägele. Ok, der Preis ist der dreifache von einem originalen und der achtfache von einem Bearmach. Also ist meine mathematische Erwartungshaltung ganz einfach die, dass dieses hochwertige Ersatzteil auch mindestens achtmal so lange hält, also 12 Jahre. Ich bin gespannt und werde das natürlich nachhalten…

Der Bestellvorgang bei Nägele gestaltete sich sehr schwierig, da eine Bestellung mit einem iPhone immer wieder durch lästige Fehlermeldungen der Seite http://www.offroadservice.net verzögert wurde. Eine Nachfrage zu dem Bug (mit Screenshot) per Mail wurde mir gar nicht beantwortet, kein guter Kundenservice. Gerade wenn ich online etwas bestelle und online bezahle erwarte ich eine zu 100% funktionierende und vor allen Dingen sichere Seite. Die Lieferzeit war abgegeben mit 3-7 Tagen, der Tankdeckel kam auch in der angegebenen Zeit.

Mit der Qualität war ich nicht zufrieden, das angeblich so hochwertige Finish habe ich vermisst. Ok, bei einem hohem Preis lege ich auch einen hohen Qualitätsmaßstab an. Auf der Homepage heißt es dazu: „Sehr hochwertiger Tankdeckel aus Aluminium, gedreht und gefräst mit perfekter eloxierter Glanz Oberfläche.“Sehr hochwertiger Tankdeckel aus Aluminium, gedreht und gefräst mit perfekter eloxierter Glanz Oberfläche.“ Ich habe den Eindruck dass das eloxierte eher wolkig aussieht. Das habe ich leider erst gesehen als ich den Tankdeckel schon montiert hatte.

Beim Auspacken machte mich direkt der Aufkleber am Rand skeptisch. Ich bin kein Freund von Aufklebern und entferne die gerne. Unter dem Aufkleber kam ein Logo zum Vorschein, Aufkleber abgemacht: Der Tankdeckel ist nicht aus eigener Herstellung (das wird auch nirgends behauptet), aber zugekauft von Optimill Race Products aus England. Dort kostet der schwarz eloxierte Tankdeckel 65 Pfund, also umgerechnet ca. 75 Euro. Ich finde es schade wenn man nicht dazu steht dass andere auch gute Produkte herstellen und die dann unter deren Namen vertreibt. Einfach einen Aufkleber über das Firmenlogo zu kleben finde ich keine feine „englische“ Art. Zumal auf der eigenen Internetseite mit „Zubehör aus eigener Entwicklung und Produktion – made in Germany.“ geworben wird. Das führt mich in die Irre…

Land Rover Defender Luftfilter

Öfter mal den Luftfilter wechseln

Laut Inspektionsplan soll der Luftfilter alle zwei Jahre oder alle 40.000 km gewechselt werden. Da ich zum einen aus der Garantie raus bin und zum anderen mit den Leistungen des Freundlichen zum Ende hin nicht mehr zufrieden war, kümmere ich mich selber um die Belange des Defenders. Kurzfassung vorab: Öfter den Luftfilter wechseln!

Zunächst die Frage nach dem Ersatzteil, die Preise gehen von 6 Euro (Japanparts) bis hin zu 59 Euro von K&N. Ich habe mich für einen Mann-Filter entschieden. Die Teilenummer von Land Rover ist: PHE 500060. Gekauft habe ich den Filter bei Ebay (wie immer deutscher Händler mit Ladenlokal) für 13,83 Euro.

Die Arbeit ist relativ schnell erledigt, es dauert keine zehn Minuten dann ist der Filter gewechselt. Zunächst löst man die Schlauchschelle am großen Schlauch, dann die zwei Klammern am Plastikgehäuse des Deckels. Danach den Stecker am Luftfilterkasten (Oberseite) lösen, hierzu zieht man das rote Innenleben nach oben, dann löst sich der Stecker sehr einfach. Nicht mit Gewalt dran reißen.

Dann wird es ein wenig schwierig, da es Fummelei ist den Deckel abzubekommen. Ist ziemlich eng. Danach habe ich den Luftfilterkasten gründlich gereinigt, da war doch jede Menge Schmutz drin. Erst komplett ausgesaugt, dann feucht ausgewaschen und gut getrocknet. Neuen Luftfilter rein, aber darauf achten dass die Gummiwulst am Rand ganz hereingedrückt wird. Dann den Deckel wieder festklemmen, wichtig ist die beiden Nasen unterhalb des Kotflügels genau einzufädeln, nicht einfach. Dann Klammern befestigen, Schlauch festschrauben, Stecker wieder draufstecken und fertig ist der Wechsel. Was habe ich dazu in eine englischen Forum gelesen? „Jeder Stevie Wonder schafft das in zehn Minuten…“

4WDSouthWest hat ein 20 Minuten Video zur Inspektion auf YouTube, ab Minute 7:45 geht’s um den Luftfilter. Unbedingt ansehen.

 

Es werde Licht III – LED-Brems-/Rücklicht

Irgendwie scheinen sich die Birnchen so kurz vor 80.000km zu einem kollektiven Suizid verabredet zu haben. Jetzt hat sich auch ein Bremslicht verabschiedet. Also setze ich das fort, was ich an der Front begonnen habe, Austausch der vorhandenen Glühlampen gegen LED. Eine bessere Sichtbarkeit ist mir wirklich viel wert!

Bei Ebay diesmal zwei verschiedene bestellt, der Markt ist ja unfassbar groß. Wichtig ist auch hier die Basis, es handelt sich um BAY15d. Es sollte also auch eine LED Variante für das Heck sein. Beide eingebaut, beide nicht brauchbar. Der erste Kandidat kostete 15,99 Euro für zwei Birnchen, der zweite 5,50 Euro. Es waren beides preislich nicht die billigeren Exemplare…

Der billigere Kandidat fing beim Einbau an zu qualmen (Video: qualmendes LED Bremslicht) und hatte entweder Fahrlicht oder Bremslicht, der zweite und teurere hat nicht gequalmt aber auch nur entweder Fahrlicht oder Bremslicht. Der zweite Kandidat hat es aber geschafft den Plastiksockel und sein eigenes Gehäuse innerhalb kurzer Zeit zu garen. Das hat mich dann natürlich wieder ein Originalersatzteil bei Land Rover gekostet. Puh, schwieriges Thema.

Gekauft habe ich beide über Ebay, erstaunlicherweise waren die Verkäufer sehr kulant und haben sofort das Geld zurückerstattet ohne die Ware zurückhaben zu wollen, beiden war wesentlich wichtiger dass ich Ihnen keine schlechte Bewertung gebe… Und ja, ich habe genau auf die Beschreibung geachtet was ich kaufe.

Gekauft habe ich schließlich Standardlampen, Osram 7528, eine herkömmliche 21/5 Watt BAY15d Sockel Glühlampe. Osram gibt die Helligkeit bei den 5 Watt mit 35 lm an, bei den 21 Watt mit 440 Lumen. Kostenpunkt pro Birnchen 0,48 Euro im Real (Onlineshop). Osram gibt die Haltbarkeit mit 4000 Stunden an, die LED Lampen halten ungefähr zehnmal so lang. Preislich ist also auf die Dauer der Jahre kein Unterscheid auszumachen (wenn man die billigen LED kauft).

Links normale, rechts LED Birne

Vergleich LED Bremslicht gegen „normales“. Kein großer Unterscheid erkennbar. Die roten Kappen schlucken sehr viel Licht.

Winterreifen Nokian Hakkapeliitta

In diesem Jahr kommen zum ersten mal Winterreifen auf den Defender. Ausreichende Recherchearbeit liess mich schnell zu dem Schluß kommen dass es Nokian Reifen werden sollen, und dort dann der Hakkapeliitta.

Zu gerne würde ich den ja mit Spikes fahren, aber das ist ja in Deutschland nicht zulässig. Das Verbot ergibt sich aus dem § 36 Abs. 1 der StVZO, dort heißt es: „Reifen oder andere Laufflächen dürfen keine Unebenheiten haben, die eine feste Fahrbahn beschädigen können.“ Tja, darüber könnte man jetzt trefflich streiten. Was ist uneben. Der bundeseinheitliche Tatbestandskatalog konkretisiert das dann: „Sie führten das Fahrzeug, obwohl dessen Reifen mit Spikes ausgestattet waren.“ und belegt das mit einem Bußgeld von 50 Euro. Für den Halter können noch mal 75 Euro dazukommen („Sie ordneten die Inbetriebnahme eines Kraftfahrzeugs (außer Mofa)/Anhängers*) an, obwohl die Reifen mit Spikes ausgestattet waren, bzw. ließen sie zu.“)

Also habe ich den besten Kompromiss bestellt, den Nokian Hakkapeliitta ohne Spikes. Ist seltsam, denn viele Händler verkaufen den Reifen mit Fotos auf denen Spikes abgebildet sind. Um einmal Klarheit zu bekommen wann hat der eigentlich Spikes und wann nicht habe ich Nokian angeschrieben. Folgende Antwort erhielt ich auf meine Anfrage (hat aber vier Wochen und eine Erinnerung lang gedauert…):

„Reifen mit Spikes sind in Deutschland nur erlaubt bei Fahrzeugen wie z.B. Krankenwagen, Feuerwehr, Polizei. In Mitteleuropa dürfen bespikte Reifen nur in alpinen Ländern wie Österreich und der Schweiz Spikereifen gefahren werden. Dieser Reifen können über jeden Händler bezogen werden, allerdings denke ich nicht dass der Endverbraucher diese Reifen für die private Nutzung erhält, da der Händler eine Informationspflicht hat und die Spikereifen nicht an Endverbraucher verkaufen darf“

Meine Nachfrage zu den versenkbaren Spikes brachte nur Ernüchterung, war wohl eher ein Werbegag, die Antwort dazu von Nokian:

„Die Entwicklung der versenkbaren Spikes war zu unserem 80 jährigem Jubiläum und wird derzeit nicht in Serie geplant“

Die nächste Frage war dann für mich welche Felgen? Einen zweiten Satz Stahlfelgen? Alufelgen? Auf die jetzigen Dotz Dakar black Stahlfelgen wechseln? Die schon fast 80.000km alten Dotz Dakar black sind noch in einem guten Zustand, Rost ist nicht zu erkennen. Ok, das dürfte nach einem netten Streusalzwinter wieder anders aussehen, aber der Plan war ja eigentlich die Felgen so lange zu fahren bis sie hinüber sind und dann auch Beadlock umzusteigen. Also kommen die Winterreifen auf die alten Dotz Dakar black.

Dann kommt die Wahl der Größe. Für den Winter gilt je schmaler je besser, trotzdem bewegen wir uns in Dimensionen wo das fast egal ist. Ob jetzt 235 oder 265, so viel macht das nicht aus denke ich, also habe ich die Größe 265/75 R 16 gekauft. Bezahlt habe ich für vier Reifen (den Reserverad habe ich nicht gewechselt) 605,23 Euro, fairer Preis. Dazu kommt die Montage (Demontage der alten, Montage der neuen Reifen sowie Wuchten) mit 45 Euro.

Zur Montage habe ich das Portal Werkstars getestet, welches mir für meine Dienstleistung einen Reifenhändler (oder Werkstatt je nach Dienstleistung) in der Nähe anbietet. Leider ist die programmiertechnische Umsetzung des Portals nicht besonders brauchbar, sobald ich online einen Termin buchen wollte bekam ich eine weiße Seite angezeigt (verschiedene Endgeräte mit verschiedenen OS und Browsern getestet). Insofern nur ein elektronischer Ersatz für Gelbe Seiten. Schade, die Idee ist gut.

Nachdem ich jetzt in der Werkstatt war, muss ich feststellen, dass für Landrover Defender Fahrer oder generell Fahrer größerer Fahrzeuge das Portal nicht geeignet ist. Man war in der Werkstatt in der Lage mir die Reifen zu montieren, aber nicht zu wuchten. Hätte man mir gut vorher sagen können und nicht erst wenn die Montage schon erfolgt ist. Naja, die 1 Sterne Bewertung bei Google bleibt als Erinnerung erhalten.

Die Fachkunde in der Werkstatt ging jedoch soweit, dass man sich sicher war, dass im Defender ein Toyota Motor verbaut ist.

Also musste ich dann suchen wer mir denn die Reifen für den Defender auswuchtet. Diverse Reifenhändler haben abgewunken, ATU meinte siegessicher klar können wir das, mussten aber nach interner Prüfung feststellen dass es doch nicht geht und lieferten als einzige die richtige Begründung: Defender wird nicht über das Mittenloch zentriert sondern über die Radbolzen.

Dann habe ich bei Landrover in Köln angerufen. Termin ist kein Problem, in 2018 gibt es noch freie Termine. Hallo? Wir hatten noch sechs Wochen his 2018… Dieses Jahr keine festen Termine mehr, nur noch wenn ich das Auto ein paar Tage da lasse. Aha… Dann habe ich wieder den klassischen Fehler gemacht. Gefragt was denn die Dienstleistung „Nur Wuchten“ kostet. Können Sie ohne Fahrzeugschein nicht sagen. Auf meine Anmerkung dass die Rad-Reifenkombination ja gar nicht im Fahrzeugschein vermerkt ist reagierte man erstaunt.

Also habe ich den Fahrzeugschein gemailt, die Rad-Reifengröße dazugeschrieben und sage und schreibe vier Tage später ein PDF Angebot über 183,26 Euro bekommen. Ganz ehrlich, find ich echt heftig.

Die Schwarmintelligenz aus dem Blacklandy Forum brachte dann ein paar gute weitere Empfehlungen, hängen geblieben bin ich dann bei Premio in Kerpen, 78 Euro und eine Stunde  Arbeit.

Puh… Hätte mir das alles ein wenig einfacher vorgestellt. Der erste Test im Schnee (ja in Köln gab es mal einen Tag Schnee und das Chaos brach natürlich aus) war super, fahren sich wirklich gut.

Scheibenwischerwechsel

Nach 80.000km dürfen Scheibenwischer mal so langsam getauscht werden. Auf dem Foto sieht man doch klar die Abnutzungserscheinungen an dem vorderen Wischerblatt. Serienmäßig sind Scheibenwischer des englischen Herstellers Trico mit einer Länge ungefähr 33cm verbaut. Da das Zoll (13) sein dürften ist die Länge dann 33,02cm. Von der Breite sind die Bosch deutlich breiter, was aber die Funktion nicht einschränkt. Einen Vor- oder Nachteil kann ich nicht erkennen.

Im deutschen Markt empfiehlt Bosch ein wenig mehr, sagenhafte 0,5 Zoll mehr, also 13,5 Zoll oder 34cm. Ich habe mich für die Bosch Twin 340 entschieden, im Zweierpack gekauft bei Ebay für 10,60 Euro inklusive Lieferung. Bei der Recherche habe ich schnell gemerkt, dass Scheibenwischer für Landrover Defender teurer sind als für einen Lada oder einen Fiat. Gleiches Produkt versteht sich. Bosch vergibt seinem eigenen Scheibenwischer nur drei von fünf Sternen bei High Speed, aber das ist ja nicht ganz so relevant für einen Defender…

Montiert sind sie sehr schnell, allerdings brauchte es bei dem einen Wischer schon eine erhebliche Gewalt um den zu lösen. Ich war schon fast versucht den Wischerarm zu demontieren so hat das Wischerblatt  sich gesträubt.

Bei einer der letzten Fahrten Offroad durch tiefes Wasser habe ich irgendwie eine Abdeckkappe eines Scheibenwischers verloren. Ich habe mal höflich bei Matzker angefragt (per Kontaktformular auf der Homepage) was die denn kostet und ob die da ist. Wahrscheinlich ist der Betrag so klein dass man dafür meine Anfrage gar nicht beantwortet… Ist jetzt schon eine Woche her. Und ich habe extra die LR Teilenummer (LR058466) mit angegeben. Also habe ich mal angerufen. 4,40 Euro, und nicht vorrätig. Also wird es bestellt. Ist in der Landy-Scheune zwar billiger, aber die Versandkosten sind höher als das Ersatzteil.

 

Standlichtbirnchen LED

Es werde Licht II – LED-Standlicht

Nachdem die Scheinwerfer jetzt strahlen, stört das gelbliche Standlicht. Hinzu kam, dass nach einem heftigen Einsatz des Hochdruckreinigers eins auch noch kaputt war. Also musste was neues her.

Die Basis/Fassung/Lampensockel der Birnchen ist Ba15s (Bajonett mit 15mm Durchmesser, zwei seitlichen Haltestiften und einem mittigen Sockel). Das Problem ist die maximale Länge (Fred hat das ins einem Blog schön dargestellt), die das ganze stark einschränkt. Also habe ich mich virtuell auf die Suche begeben. Dazu nutze ich dann gerne die Google Bildersuche um zu sehen was ungefähr passen könnte. Fündig wurde ich dann bei einem Ebay Anbieter, der einen Zehnerpack der Birnchen (3 Watt) für 11,99 Euro verkauft (incl. Lieferung aus Deutschland versteht sich). Die Sendung kam als Warensendung aus Bremen und lag irgendwann im Briefkasten. Sollen 50.000 Stunden halten, das werde ich mal prüfen. 🙂 Im Zweifel habe ich ja noch acht in Reserve. Kelvin 6000-7000, also klar weiß.

Der Einbau dauert, wenn es hochkommt, pro Seite eine Minute. Zwei Schrauben der Kunststoffabdeckung mit Kreuzschraubendreher rausdrehen , die innenliegende Fassung ca. eine Achteldrehung öffnen, altes Birnchen raus, neues rein und festschrauben.

Zu meinem großen Erstaunen musste ich feststellen, dass in meinem Defender – werksmäßig – zwei unterschiedliche Standlichtbirnchen verbaut waren. Wahrscheinlich mussten die Reste raus. Die haben übrigens 5 Watt, insofern spare ich ab sofort beim Fahren mit Standlicht sagenhafte 4 Watt ein. Wahnsinn.

Das Ergebnis überzeugt. Vom Farbton sind sich jetzt Standlicht und Scheinwerferlicht deutlich ähnlicher und was die Helligkeit angeht ist natürlich LED ganz klarer Sieger. Ein Stück mehr Sicherheit beim Gesehenwerden!


Es werde Licht – Austausch Scheinwerferlampe

Englische Autos werden mit deutschen Qualitätsprodukten versehen. Das wusste ich ja gar nicht. Serienmäßig war in meinem Defender als H4 Abblend- und Fernlicht-Leuchtmittel eine Osram Bilux 64193 verbaut. Das scheint die Einsteigerserie zu sein, eine Halogen-Scheinwerferlampe im Bereich von ein bis zwei Euro das Stück.

Gehalten hat zumindest eine nur vier Jahre, also musste ich tauschen. Jetzt war natürlich eine schnelle Aktion gefragt, einen generellen Austausch der ganzen Scheinwerfereinheit gegen LED wollte ich nicht über das Knie brechen. Also kurz recherchiert und Osram Night Breaker unlimited bestellt, knapp 15 Euro für das Set mit zwei Lampen. Osram wirbt mit: „Leistung bis zu 110% mehr Licht, bis zu 35m längerer Lichtkegel, bis zu 20% weißeres Licht.“

Puh, scheinen ja kleine Meisterwerke deutscher Ingenieurskunst zu sein. 110% mehr bedeutet für mich ja mehr als eine Verdopplung der Licht-Leistung.

Der Wechsel ist nicht ganz so schnell vollzogen, man muss fast ein Dutzend Schrauben pro Seite lösen. Zuerst demontiert man den Blinker sowie das Standlicht, jeweils zwei Schrauben und dann den Stecker lösen. Dann wird die schwarze Plastikabdeckung (drei Schrauben) abgeschraubt, eine Schraube war doll gedreht, ist aber nicht ganz so wichtig, es wird von vielen anderen ausreichend gut gehalten.

Dann liegt der Scheinwerfer frei. Dieser hat am Rand jede Menge Schrauben. Am einfachsten ist es die Schrauben in der hinteren Reihe zu nehmen, das sind dann vier Schrauben die den gesamten Scheinwerfer halten. Vorsicht, die Schrauben sind nicht magnetisch und wollen gerne in die Karosserie fallen.

Die vordere Reihe ist für die Einstellung des Scheinwerfers, Vorsicht…

Dann den Scheinwerfer nach vorne rausnehmen, er hängt noch an zwei Kabelverbindungen, einmal Strom und das zweite dient der Scheinwerferhöheneinstellung. Den Stecker in der Mitte und die darunter liegende Gummihülle abziehen. Dann die Klammer lösen (Achtung, ist lose), merken wie die montiert wird, alte Lampe entnehmen und neue einsetzten. Dann die ganze Prozedur rückwärts.

Dauer des Tausches: Pro Seite ca. 10 Minuten.

Ich habe bei dem Wechsel festgestellt dass ich lieber durch sauberes Wasser fahren sollte und eine Motorraumwäsche mal nett wäre. Erstaunlich wohin überall Dreck und Sand kommt. Aber ich denke da muss das Auto durch.

Das Licht wirkt im Fahrbetrieb wirklich weißer und heller, ich bin erstaunt. 110% ist wahrscheinlich ein Laborwert den ich mit bloßem Augen nicht erkennen kann. Besser? Ja, auf jeden Fall! Verdopplung? Ich weiß nicht…

Mal sehen wie lange die Lampen jetzt halten, das vielfältige Garantieversprechen (bis zu 5 Jahre) von Osram scheint sich nicht auf die günstigen H4 Modelle zu erstrecken. Ich denke langfristig werde ich doch das ganze durch LED ersetzen. Aber den Markt will ich auch erst mal sichten.

Edit nach Kommentar:

  • Ein Wechsel durch den Motorraum ist beim TD 4 nicht möglich, dazu ist der inzwischen zu voll. Kein Herankommen an die Scheinwerfer von innen.

Caravan Salon 2017 in Düsseldorf

Aufgrund der Wohnortnähe habe ich mal wieder die Düsseldorfer Messe besucht. Vor einigen Jahren (2012) habe ich auf dem damaligen Caravan-Salon den Tecraft als Prototypen gesehen und war begeistert. Leider hat man anscheinend das Konzept nicht weiter verfolgt, zumindest habe ich am Stand sowie auf der eigenen Internetseite nichts mehr dazu gefunden. Trotzdem bleibt Terracamper für mich eine der innovativen Firmen am Markt.

2017 wollte ich zu der Messe um mal genauer zu schauen was die Welt der Campingplatzfreunde so alles für einen Offroad Einsatz bietet. Einige Firmen wollte ich bewusst besuchen, wie z.B. Efoy. Ich war dann doch erstaunt, dass sich der sonst nur in Bad Kissingen und co vertretene Anteil der Aussteller auch in den Massenmarkt nach Düsseldorf wagt. So traf ich z.B. auf Campwerk, 3Dog, XP-Edition und die Hersteller der großen Allradreisemobile Action Mobil, Bliss oder Bimobil.

Action Mobil ist mir leider unangenehm aufgefallen und erinnerte mich an die Zeiten von Cowboys und Indianern. „Wir bilden eine Wagenburg“ war augenscheinlich das Motto der Standbauer. Action Mobil hatte einen Atacama 5800 ausgestellt und drumherum den Stand mit Absperrungen verschlossen. An einem möglichen, aber mit Absperrband verschlossen, Eingang sass dann eine junge Dame die angestrengt auf ihr MacBook schaute. Angst vor Kunden? Angst vor Publikum? Selbst die fahrenden Mercedes SLS und Porsche Cabrio Garagen im siebenstelligen Bereich, die auf der Messe ausgestellt waren, liessen einen näheren Kontakt zu. So ein Verhalten finde ich echt schade. Das kenne ich aus Bad Kissingen anders.

Erfreut war ich Gentle Tent mal wieder mit innovativen Ideen (aufblasbarer Fahrradcampinganhänger) zu treffen und konnte feststellen dass viele andere Hersteller inzwischen auch komplizierte Gestänge durch Luft ersetzen.

Meinen innovationshungrigen Geschmack hat – zumindest als Prototypen oder eher Zukunftsvision – die Fa. Detleffs getroffen, die ein Wohnmobil komplett mit Solarpanels zugepflastert hatte. e.home nennt man den Trend und will elektrisch in Urlaub fahren. Bei genauerem Hinsehen erkannte man allerdings schnell dass es in Teilen nur Aufkleber in Solarpaneloptik waren, ohne jede Funktion.

Das Kopfschütteln musste ich bei manchen Ständen wirklich unterdrücken, wie z.B. bei beheizbaren Campingstühlen mit 35-55 Grad Sitzheizung. E gibt anscheinend wirklich einen Markt für solche Dinge. Ich bevorzuge ein Fell

Bei XP Edition habe ich noch einmal ausführlich die Oztent Chairs getestet und den bequemsten ausgesucht. Für mich ist das der Jet Tent Pilot DX. Den Preis von 90 Euro finde ich absolut ok. Direkt nach der Messe bei XP Edition bestellt. Danke nochmal für die gute und nette Beratung am Stand!

Weit oben auf meiner Liste der zu beschaffenden Ausrüstungsgegenstände verankert sich eine Efoy Brennstoffzelle. Das Konzept ist so einfach wie genial, klein, kompakt, leistungsstark. In Kombination mit Solar ist man so für alle Regionen bestens gewappnet. Auch hier am Stand gutes und fachkundiges Personal mit netter Beratung!

Ich habe die Messe mit meinem Vater besucht. Nach dem Durchqueren mehrerer Hallen mit Wohnmobilen und Wohnanhängern meinte er zu mir:

„Ich habe dass Gefühl wir gehen immer durch ein und dieselbe Halle.“

Und was soll ich sagen, irgendwie hat er Recht. Die Masse der Wohnmobile und Wagen wirken fast uniform. Sich mit Farbe oder einem coolen Design mal etwas zu wagen ist eher ein Fremdwort. Aber der Kunde verlangt anscheinend nicht danach.

Insgesamt scheint aber der Allradtrend auf der Messe angekommen zu sein. Alle namhaften Hersteller haben mindestens ein Fahrzeug welches mit Allrad / Off-Road / 4×4 oder anderen wilden Bezeichnungen versehen ist und so dem Kunden suggeriert, dass er jetzt keine Grenzen mehr hat. Das ist der Trend einen SUV unter den Wohnmobilen zu kaufen. Man hat zumindest das Gefühl man käme überall hin.

Einen einzigen Defender habe ich auf der Messe gesehen, die Fa. Greiner Automotive hat ein Worker- / Küchenmodul vorgestellt. Schick auf einem 130CC aufgebaut. Hohe Ingenieurskunst, perfekte Verarbeitung, der Wagen war aber in meinen Augen eher ein Showfahrzeug.

Mein Fazit: Ich muss nicht nochmal hin, Bad Kissingen ist eher das passende Messeformat für mich. War ein netter Tag mit wenig innovativem Input, mehr nicht.

Hinterachse mit neuen Belägen

Bremsbeläge wechseln

Bei der letzte Woche durchgeführten Hauptuntersuchung meinte der Prüfer wahrscheinlich wären die Bremsbeläge hinten schon etwas abgenutzt, ich solle das im Auge halten. Brauchte ich gar nicht im Auge halten, die akustische Verschleissanzeige machte sich gestern bemerkbar. Ein leicht wahrnehmbares Schleifgeräusch beim Bremsen. Nicht gut. Eisen auf Eisen? Ja, leider… Das Geräusch kam von der Hinterachser, aber wenn wollte ich direkt beiden Achsen in einem Aufwasch tauschen.

Also nicht lange gefackelt, Bremsbeläge in Düren bei Lewin gekauft (vorne und hinten sowie Montageset) für zusammen 60 Euro, dazu noch zwei Dosen Bremsenreiniger und etwas Paste für die beweglichen Teile beim Teilehändler des Vertrauens für 11,50 Euro.

Dann kam der erste Echteinsatz des bordeigenen Wagenhebers. Von dem bin ich ja echt begeistert, macht genau das was er machen soll, hebt das Auto und lässt sich leicht bedienen. Da ich ihm etwas misstraut habe, habe ich vorsichtshalberweise noch zusätzlich unterlegt.

An Werkzeug benötigt man für den Tausch nur eine Drahtbürste (kam fast gar nicht zum Einsatz, sah alles noch sehr gut aus), eine Spitzzange für die Sicherungssplinte und einen Schraubendreher. Den Wagen angehoben, das erste Rad mit dem bordeigenen Schlüssel demontiert, den Deckel vom Bremsflüssigkeitsbehälter abgedreht und mit Lappen gegen auslaufende Flüssigkeit gesichert und los geht’s.

Die alten Sicherungssplinte werden gerade gebogen und entfernt, dann lassen sich die Bolzen und Federn leicht herausziehen. Die Bremskolben (hinten ist ja nur eine normale Bremsscheibe mit einem Kolben, vorne sind innenbelüftete Scheibenbremsen mit zwei Kolben) zurückdrücken, ich bin da ein Freund der ganz klassischen Wasserpumpenzange, bis man die alten Bremsbeläge leicht entnehmen kann. Dann Beläge raus und noch die Kolben noch mal ganz zurückdrücken. Säubern und neue Bremsbeläge rein, neue Bolzen und Federn rein (hintern einfacher als vorne). Neue Sicherungssplinte einsetzen und verbiegen. An der Vorderachse gibt es zusätzlich noch eine Erschwernis durch eine zusätzliche Feder, ist ein wenig Fummelei bis man die beiden Bolzen damit sauber wie vorher verbunden hat, ich habe mir mit einem Schraubendreher geholfen. Vorne sind die Enden der Bolzen mit den Sicherungssplinten an der Innenseite, was auch ein wenig aufwändiger ist, aber trotzdem locker machbar.

Zum Schluss den Deckel auf den Bremsflüssigkeitsbehälter wieder festschrauben, ein paar Mal das Bremspedal treten bis sich der Druck wieder aufgebaut hat und das war’s. Nach ein paar Kilometern noch mal die Radmuttern prüfen. Ich bin achsenweise vorgegangen, erst die Hinterachse (weil daher das Schleifgeräusch kam), dann die Vorderachse.

Vom Verschleiss her war vorne noch fast die Hälfte des alte Belages vorhanden, an der Hinterachse gab es eine seitliche Differenz. Beifahrerseite beidseitig der Bremsscheibe noch ca. 2mm Belag vorhanden, auf der Fahrerseite war die Bremsscheibe schief abgenutzt und teilweise schon ganz leicht Eisen auf Eisen.

Alles in allen war ich in gemütlichen zwei Stunden einschließlich Probefahrten (zwischen Vorder und Hinterachse sowie nach beiden Achsen) fertig.

 

Hauptuntersuchung Kennzeichen

Ohne festgestellte Mängel – Hat der keine Airbags?

Aufgrund der LKW Zulassung muss der TD4 ja schon nach vier und nicht nach fünf Jahren zur Hauptuntersuchung. 73528km sind es bis dahin geworden. Ich bin zur GTÜ gefahren und wurde wieder gut bedient. Bevor wilde Fragen kommen, ist es besser ein paar Dinge direkt klar zu stellen. Nein, der Allrad ist nicht abschaltbar, nein, der Fahrersitz geht nicht weiter nach hinten, der ist schon ganz hinten, denken Sie dran, Engländer, der Schlüssel ist links vom Lenkrad, Motorhaubenentriegelung Beifahrerseite.

Bremstest auf Asphalt anstelle auf der Rolle, dann ab in die Halle. „OBD Stecker ist unter dem Lenkrad, aber Vorsicht, der ist belegt.“ „Wie belegt?“ „Tanktaler“. Dann habe ich erst eine keine Einweisung in die Nutzungsmöglichkeiten der OBD Schnittstelle gegeben (dachte das wären Themen die bekannt sind). Habe dann die Kopplung mit dem Handy demonstriert. Begeisterung beim Prüfer.

Lichttest. Anderer Prüfer: „Ein Standlicht ist kaputt.“ Ich: „Kann nicht sein!“ Hingegangen, kräftigen Schlag versetzt, Licht wieder an. Gelächter bei beiden Prüfern.

Dann Tuscheln der beiden Prüfer. „Hat der keine Airbags, müsste er bei dem Baujahr doch haben?“ Dann Erläuterung meinerseits der LKW Zulassung und der Defenderhistorie der letzten Jahre. „Wie LKW, steht doch gar nicht im Fahrzeugschein!“ Nach ein wenig Suchen  hat er das dann auch gesehen…

Für das Lenkrad brauche ich eine ABE. Mist, wieder vergessen. Genau wie beim letzten Mal. Glücklicherweise habe ich die Sachen eingescannt in meiner Dropbox liegen und biete immer an das zu mailen, meistens reicht aber der Blick auf das Handy. Akzeptiert, sehr nett. Dann hat der Prüfer auch bemerkt dass andere Felgen und Reifen drauf sind.

Auf der Bühne dann Wackeln an allen Teilen, nichts bewegt sich. „Die Bremsbeläge hinten scheinen bald runter zu sein, aber genau kann ich das nicht sehen.“ „Kein Problem, prüfe ich!“ Und das Differential hinten „schwitzt“, ich soll den Zustand beobachten.

Alles in allem hat alles nicht länger gedauert als 15 Minuten. 102 Euro gezahlt und wieder zwei Jahre Ruhe. Auf der Rückfahrt nach Hause komisches Gefühl, die Lenkung geht irgendwie leichter. Komisch. Dann fiel mir ein ich habe den Luftdruck ja mal testweise auf 3 bar erhöht…

Dashcam

Ich wollte eine Dashcam haben. Nicht um irgendeine Form einer möglichen Beweissicherung (Urteil zur Zulässigkeit in Zivilprozessen vom OLG Nürnberg) zu bekommen, sondern eher aus technischer Neugier. Sehen wie so eine Kamera funktioniert und wie die Qualität der Aufnahmen ist. Nein, ich möchte auch nicht rechtlich bewerten was zulässig ist und was nicht, das haben schon genug andere getan.

Der Markt ist ziemlich unübersichtlich, also habe ich erstmal meine Anforderungen an eine solche Kamera gestellt.

  • keine integrierter Monitor
  • gute iOS Kompatibilität
  • dezent und unauffällig
  • mindestens Full HD Auflösung

Fündig wurde ich dann bei Goluk. Den Hersteller kannte ich bis dahin nicht, aber was an Reviews und Tests so vorhanden war hat mich dann doch überzeugt. Ein sehr neuer Hersteller den es erst seit 2014 gibt und die nichts anderes machen als Dashcams. Ok, also zumindest mal Spezialisten.

Es gibt nur drei Modelle (T1-3, vielleicht sind die Gründer nostalgische VW Bulli Fans?), ich habe die  Goluk T1.

Der Einbau geht in wenigen Minuten vonstatten. Der Kamerahalter wird mit einem 3M Klebepad an der Windschutzscheibe befestigt. Dazu habe ich den Livebildmodus aktiviert, zwei Flaschen auf meine Kotflügel gestellt und so den optimalen Aufnahmebereich gefunden. Die Kamera sitzt bei mir etwas rechts hinter dem Rückspiegel und behindert mich in der Sicht nicht. Das USB Kabel ist schnell verlegt, ich habe ja ausreichend Steckdosen verbaut. Ganz versteckt habe ich die Kabel noch nicht weil es für mich erstmal nur ein Test ist. Aber ich denke Strom am Spiegel für „irgendeine“ Kamera ist ja nicht verkehrt. Die Installation am Handy geht auch schnell von der Hand, die Kamera baut ein eigenes WLAN auf mit dem sich dann das iPhone verbindet. Der Zeitverzug zwischen dem Geschehen und dem „Livebild“ liegt bei knapp einer Sekunde. Immerhin besser als meine Gopro Kamera.

Es stehen verschiedene Aufzeichnungsmodi zur Verfügung. Der wesentliche ist der Gyrosensorgesteuerte, sprich der der die Aufnahme startet wenn sich in irgendeine Richtung das Fahrzeug stark bewegt (sehr starke Beschleunigung – hahahaha), starkes Abbremsen, Schleudern oder eben ein Aufprall. Dann zeichnet die Kamera acht Sekunden vor und nach dem Ereignis auf, also 16 Sekunden (frag mich nicht warum genau acht und acht, lässt sich auch nicht einstellen).

Die Qualität der Aufnahmen ist gut, gewohnt gute HD Auflösung die natürlich bei schlechten Licht- und Witterungsverhältnissen abfällt. Es gibt aber auch die Möglichkeit per Knopfdruck aufzuzeichnen „wenn mal gerade die Landschaft schön ist“, dazu gibt es den so genannten Magic Key, einen Knopf der die Kamera für 30 Sekunden ab Knopfdruck per Bluetooth auslöst. Die iOS Software sowie die Firmware der Kamera wird immer mal wieder aktualisiert und der Funktionsumfang erweitert.

Hier noch ein paar Test- und Beispielvideos auf Youtube: