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Scheibenwischerwechsel

Nach 80.000km dürfen Scheibenwischer mal so langsam getauscht werden. Auf dem Foto sieht man doch klar die Abnutzungserscheinungen an dem vorderen Wischerblatt. Serienmäßig sind Scheibenwischer des englischen Herstellers Trico mit einer Länge ungefähr 33cm verbaut. Da das Zoll (13) sein dürften ist die Länge dann 33,02cm. Von der Breite sind die Bosch deutlich breiter, was aber die Funktion nicht einschränkt. Einen Vor- oder Nachteil kann ich nicht erkennen.

Im deutschen Markt empfiehlt Bosch ein wenig mehr, sagenhafte 0,5 Zoll mehr, also 13,5 Zoll oder 34cm. Ich habe mich für die Bosch Twin 340 entschieden, im Zweierpack gekauft bei Ebay für 10,60 Euro inklusive Lieferung. Bei der Recherche habe ich schnell gemerkt, dass Scheibenwischer für Landrover Defender teurer sind als für einen Lada oder einen Fiat. Gleiches Produkt versteht sich. Bosch vergibt seinem eigenen Scheibenwischer nur drei von fünf Sternen bei High Speed, aber das ist ja nicht ganz so relevant für einen Defender…

Montiert sind sie sehr schnell, allerdings brauchte es bei dem einen Wischer schon eine erhebliche Gewalt um den zu lösen. Ich war schon fast versucht den Wischerarm zu demontieren so hat das Wischerblatt  sich gesträubt.

Bei einer der letzten Fahrten Offroad durch tiefes Wasser habe ich irgendwie eine Abdeckkappe eines Scheibenwischers verloren. Ich habe mal höflich bei Matzker angefragt (per Kontaktformular auf der Homepage) was die denn kostet und ob die da ist. Wahrscheinlich ist der Betrag so klein dass man dafür meine Anfrage gar nicht beantwortet… Ist jetzt schon eine Woche her. Und ich habe extra die LR Teilenummer (LR058466) mit angegeben. Also habe ich mal angerufen. 4,40 Euro, und nicht vorrätig. Also wird es bestellt. Ist in der Landy-Scheune zwar billiger, aber die Versandkosten sind höher als das Ersatzteil.

 

Standlichtbirnchen LED

Es werde Licht II – LED-Standlicht

Nachdem die Scheinwerfer jetzt strahlen, stört das gelbliche Standlicht. Hinzu kam, dass nach einem heftigen Einsatz des Hochdruckreinigers eins auch noch kaputt war. Also musste was neues her.

Die Basis/Fassung/Lampensockel der Birnchen ist Ba15s (Bajonett mit 15mm Durchmesser, zwei seitlichen Haltestiften und einem mittigen Sockel). Das Problem ist die maximale Länge (Fred hat das ins einem Blog schön dargestellt), die das ganze stark einschränkt. Also habe ich mich virtuell auf die Suche begeben. Dazu nutze ich dann gerne die Google Bildersuche um zu sehen was ungefähr passen könnte. Fündig wurde ich dann bei einem Ebay Anbieter, der einen Zehnerpack der Birnchen (3 Watt) für 11,99 Euro verkauft (incl. Lieferung aus Deutschland versteht sich). Die Sendung kam als Warensendung aus Bremen und lag irgendwann im Briefkasten. Sollen 50.000 Stunden halten, das werde ich mal prüfen. 🙂 Im Zweifel habe ich ja noch acht in Reserve. Kelvin 6000-7000, also klar weiß.

Der Einbau dauert, wenn es hochkommt, pro Seite eine Minute. Zwei Schrauben der Kunststoffabdeckung mit Kreuzschraubendreher rausdrehen , die innenliegende Fassung ca. eine Achteldrehung öffnen, altes Birnchen raus, neues rein und festschrauben.

Zu meinem großen Erstaunen musste ich feststellen, dass in meinem Defender – werksmäßig – zwei unterschiedliche Standlichtbirnchen verbaut waren. Wahrscheinlich mussten die Reste raus. Die haben übrigens 5 Watt, insofern spare ich ab sofort beim Fahren mit Standlicht sagenhafte 4 Watt ein. Wahnsinn.

Das Ergebnis überzeugt. Vom Farbton sind sich jetzt Standlicht und Scheinwerferlicht deutlich ähnlicher und was die Helligkeit angeht ist natürlich LED ganz klarer Sieger. Ein Stück mehr Sicherheit beim Gesehenwerden!


Es werde Licht – Austausch Scheinwerferlampe

Englische Autos werden mit deutschen Qualitätsprodukten versehen. Das wusste ich ja gar nicht. Serienmäßig war in meinem Defender als H4 Abblend- und Fernlicht-Leuchtmittel eine Osram Bilux 64193 verbaut. Das scheint die Einsteigerserie zu sein, eine Halogen-Scheinwerferlampe im Bereich von ein bis zwei Euro das Stück.

Gehalten hat zumindest eine nur vier Jahre, also musste ich tauschen. Jetzt war natürlich eine schnelle Aktion gefragt, einen generellen Austausch der ganzen Scheinwerfereinheit gegen LED wollte ich nicht über das Knie brechen. Also kurz recherchiert und Osram Night Breaker unlimited bestellt, knapp 15 Euro für das Set mit zwei Lampen. Osram wirbt mit: „Leistung bis zu 110% mehr Licht, bis zu 35m längerer Lichtkegel, bis zu 20% weißeres Licht.“

Puh, scheinen ja kleine Meisterwerke deutscher Ingenieurskunst zu sein. 110% mehr bedeutet für mich ja mehr als eine Verdopplung der Licht-Leistung.

Der Wechsel ist nicht ganz so schnell vollzogen, man muss fast ein Dutzend Schrauben pro Seite lösen. Zuerst demontiert man den Blinker sowie das Standlicht, jeweils zwei Schrauben und dann den Stecker lösen. Dann wird die schwarze Plastikabdeckung (drei Schrauben) abgeschraubt, eine Schraube war doll gedreht, ist aber nicht ganz so wichtig, es wird von vielen anderen ausreichend gut gehalten.

Dann liegt der Scheinwerfer frei. Dieser hat am Rand jede Menge Schrauben. Am einfachsten ist es die Schrauben in der hinteren Reihe zu nehmen, das sind dann vier Schrauben die den gesamten Scheinwerfer halten. Vorsicht, die Schrauben sind nicht magnetisch und wollen gerne in die Karosserie fallen.

Die vordere Reihe ist für die Einstellung des Scheinwerfers, Vorsicht…

Dann den Scheinwerfer nach vorne rausnehmen, er hängt noch an zwei Kabelverbindungen, einmal Strom und das zweite dient der Scheinwerferhöheneinstellung. Den Stecker in der Mitte und die darunter liegende Gummihülle abziehen. Dann die Klammer lösen (Achtung, ist lose), merken wie die montiert wird, alte Lampe entnehmen und neue einsetzten. Dann die ganze Prozedur rückwärts.

Dauer des Tausches: Pro Seite ca. 10 Minuten.

Ich habe bei dem Wechsel festgestellt dass ich lieber durch sauberes Wasser fahren sollte und eine Motorraumwäsche mal nett wäre. Erstaunlich wohin überall Dreck und Sand kommt. Aber ich denke da muss das Auto durch.

Das Licht wirkt im Fahrbetrieb wirklich weißer und heller, ich bin erstaunt. 110% ist wahrscheinlich ein Laborwert den ich mit bloßem Augen nicht erkennen kann. Besser? Ja, auf jeden Fall! Verdopplung? Ich weiß nicht…

Mal sehen wie lange die Lampen jetzt halten, das vielfältige Garantieversprechen (bis zu 5 Jahre) von Osram scheint sich nicht auf die günstigen H4 Modelle zu erstrecken. Ich denke langfristig werde ich doch das ganze durch LED ersetzen. Aber den Markt will ich auch erst mal sichten.

Edit nach Kommentar:

  • Ein Wechsel durch den Motorraum ist beim TD 4 nicht möglich, dazu ist der inzwischen zu voll. Kein Herankommen an die Scheinwerfer von innen.

Caravan Salon 2017 in Düsseldorf

Aufgrund der Wohnortnähe habe ich mal wieder die Düsseldorfer Messe besucht. Vor einigen Jahren (2012) habe ich auf dem damaligen Caravan-Salon den Tecraft als Prototypen gesehen und war begeistert. Leider hat man anscheinend das Konzept nicht weiter verfolgt, zumindest habe ich am Stand sowie auf der eigenen Internetseite nichts mehr dazu gefunden. Trotzdem bleibt Terracamper für mich eine der innovativen Firmen am Markt.

2017 wollte ich zu der Messe um mal genauer zu schauen was die Welt der Campingplatzfreunde so alles für einen Offroad Einsatz bietet. Einige Firmen wollte ich bewusst besuchen, wie z.B. Efoy. Ich war dann doch erstaunt, dass sich der sonst nur in Bad Kissingen und co vertretene Anteil der Aussteller auch in den Massenmarkt nach Düsseldorf wagt. So traf ich z.B. auf Campwerk, 3Dog, XP-Edition und die Hersteller der großen Allradreisemobile Action Mobil, Bliss oder Bimobil.

Action Mobil ist mir leider unangenehm aufgefallen und erinnerte mich an die Zeiten von Cowboys und Indianern. „Wir bilden eine Wagenburg“ war augenscheinlich das Motto der Standbauer. Action Mobil hatte einen Atacama 5800 ausgestellt und drumherum den Stand mit Absperrungen verschlossen. An einem möglichen, aber mit Absperrband verschlossen, Eingang sass dann eine junge Dame die angestrengt auf ihr MacBook schaute. Angst vor Kunden? Angst vor Publikum? Selbst die fahrenden Mercedes SLS und Porsche Cabrio Garagen im siebenstelligen Bereich, die auf der Messe ausgestellt waren, liessen einen näheren Kontakt zu. So ein Verhalten finde ich echt schade. Das kenne ich aus Bad Kissingen anders.

Erfreut war ich Gentle Tent mal wieder mit innovativen Ideen (aufblasbarer Fahrradcampinganhänger) zu treffen und konnte feststellen dass viele andere Hersteller inzwischen auch komplizierte Gestänge durch Luft ersetzen.

Meinen innovationshungrigen Geschmack hat – zumindest als Prototypen oder eher Zukunftsvision – die Fa. Detleffs getroffen, die ein Wohnmobil komplett mit Solarpanels zugepflastert hatte. e.home nennt man den Trend und will elektrisch in Urlaub fahren. Bei genauerem Hinsehen erkannte man allerdings schnell dass es in Teilen nur Aufkleber in Solarpaneloptik waren, ohne jede Funktion.

Das Kopfschütteln musste ich bei manchen Ständen wirklich unterdrücken, wie z.B. bei beheizbaren Campingstühlen mit 35-55 Grad Sitzheizung. E gibt anscheinend wirklich einen Markt für solche Dinge. Ich bevorzuge ein Fell

Bei XP Edition habe ich noch einmal ausführlich die Oztent Chairs getestet und den bequemsten ausgesucht. Für mich ist das der Jet Tent Pilot DX. Den Preis von 90 Euro finde ich absolut ok. Direkt nach der Messe bei XP Edition bestellt. Danke nochmal für die gute und nette Beratung am Stand!

Weit oben auf meiner Liste der zu beschaffenden Ausrüstungsgegenstände verankert sich eine Efoy Brennstoffzelle. Das Konzept ist so einfach wie genial, klein, kompakt, leistungsstark. In Kombination mit Solar ist man so für alle Regionen bestens gewappnet. Auch hier am Stand gutes und fachkundiges Personal mit netter Beratung!

Ich habe die Messe mit meinem Vater besucht. Nach dem Durchqueren mehrerer Hallen mit Wohnmobilen und Wohnanhängern meinte er zu mir:

„Ich habe dass Gefühl wir gehen immer durch ein und dieselbe Halle.“

Und was soll ich sagen, irgendwie hat er Recht. Die Masse der Wohnmobile und Wagen wirken fast uniform. Sich mit Farbe oder einem coolen Design mal etwas zu wagen ist eher ein Fremdwort. Aber der Kunde verlangt anscheinend nicht danach.

Insgesamt scheint aber der Allradtrend auf der Messe angekommen zu sein. Alle namhaften Hersteller haben mindestens ein Fahrzeug welches mit Allrad / Off-Road / 4×4 oder anderen wilden Bezeichnungen versehen ist und so dem Kunden suggeriert, dass er jetzt keine Grenzen mehr hat. Das ist der Trend einen SUV unter den Wohnmobilen zu kaufen. Man hat zumindest das Gefühl man käme überall hin.

Einen einzigen Defender habe ich auf der Messe gesehen, die Fa. Greiner Automotive hat ein Worker- / Küchenmodul vorgestellt. Schick auf einem 130CC aufgebaut. Hohe Ingenieurskunst, perfekte Verarbeitung, der Wagen war aber in meinen Augen eher ein Showfahrzeug.

Mein Fazit: Ich muss nicht nochmal hin, Bad Kissingen ist eher das passende Messeformat für mich. War ein netter Tag mit wenig innovativem Input, mehr nicht.

Hinterachse mit neuen Belägen

Bremsbeläge wechseln

Bei der letzte Woche durchgeführten Hauptuntersuchung meinte der Prüfer wahrscheinlich wären die Bremsbeläge hinten schon etwas abgenutzt, ich solle das im Auge halten. Brauchte ich gar nicht im Auge halten, die akustische Verschleissanzeige machte sich gestern bemerkbar. Ein leicht wahrnehmbares Schleifgeräusch beim Bremsen. Nicht gut. Eisen auf Eisen? Ja, leider… Das Geräusch kam von der Hinterachser, aber wenn wollte ich direkt beiden Achsen in einem Aufwasch tauschen.

Also nicht lange gefackelt, Bremsbeläge in Düren bei Lewin gekauft (vorne und hinten sowie Montageset) für zusammen 60 Euro, dazu noch zwei Dosen Bremsenreiniger und etwas Paste für die beweglichen Teile beim Teilehändler des Vertrauens für 11,50 Euro.

Dann kam der erste Echteinsatz des bordeigenen Wagenhebers. Von dem bin ich ja echt begeistert, macht genau das was er machen soll, hebt das Auto und lässt sich leicht bedienen. Da ich ihm etwas misstraut habe, habe ich vorsichtshalberweise noch zusätzlich unterlegt.

An Werkzeug benötigt man für den Tausch nur eine Drahtbürste (kam fast gar nicht zum Einsatz, sah alles noch sehr gut aus), eine Spitzzange für die Sicherungssplinte und einen Schraubendreher. Den Wagen angehoben, das erste Rad mit dem bordeigenen Schlüssel demontiert, den Deckel vom Bremsflüssigkeitsbehälter abgedreht und mit Lappen gegen auslaufende Flüssigkeit gesichert und los geht’s.

Die alten Sicherungssplinte werden gerade gebogen und entfernt, dann lassen sich die Bolzen und Federn leicht herausziehen. Die Bremskolben (hinten ist ja nur eine normale Bremsscheibe mit einem Kolben, vorne sind innenbelüftete Scheibenbremsen mit zwei Kolben) zurückdrücken, ich bin da ein Freund der ganz klassischen Wasserpumpenzange, bis man die alten Bremsbeläge leicht entnehmen kann. Dann Beläge raus und noch die Kolben noch mal ganz zurückdrücken. Säubern und neue Bremsbeläge rein, neue Bolzen und Federn rein (hintern einfacher als vorne). Neue Sicherungssplinte einsetzen und verbiegen. An der Vorderachse gibt es zusätzlich noch eine Erschwernis durch eine zusätzliche Feder, ist ein wenig Fummelei bis man die beiden Bolzen damit sauber wie vorher verbunden hat, ich habe mir mit einem Schraubendreher geholfen. Vorne sind die Enden der Bolzen mit den Sicherungssplinten an der Innenseite, was auch ein wenig aufwändiger ist, aber trotzdem locker machbar.

Zum Schluss den Deckel auf den Bremsflüssigkeitsbehälter wieder festschrauben, ein paar Mal das Bremspedal treten bis sich der Druck wieder aufgebaut hat und das war’s. Nach ein paar Kilometern noch mal die Radmuttern prüfen. Ich bin achsenweise vorgegangen, erst die Hinterachse (weil daher das Schleifgeräusch kam), dann die Vorderachse.

Vom Verschleiss her war vorne noch fast die Hälfte des alte Belages vorhanden, an der Hinterachse gab es eine seitliche Differenz. Beifahrerseite beidseitig der Bremsscheibe noch ca. 2mm Belag vorhanden, auf der Fahrerseite war die Bremsscheibe schief abgenutzt und teilweise schon ganz leicht Eisen auf Eisen.

Alles in allen war ich in gemütlichen zwei Stunden einschließlich Probefahrten (zwischen Vorder und Hinterachse sowie nach beiden Achsen) fertig.

 

Hauptuntersuchung Kennzeichen

Ohne festgestellte Mängel – Hat der keine Airbags?

Aufgrund der LKW Zulassung muss der TD4 ja schon nach vier und noch nach fünf Jahren zur Hauptuntersuchung. 73528km sind es bis dahin geworden. Ich bin zur GTÜ gefahren und wurde wieder gut bedient. Bevor wilde Fragen kommen, ist es besser ein paar Dinge direkt klar zu stellen. Nein, der Allrad ist nicht abschaltbar, nein, der Fahrersitz geht nicht weiter nach hinten, der ist schon ganz hinten, denken Sie dran, Engländer, der Schlüssel ist links vom Lenkrad, Motorhaubenentriegelung Beifahrerseite.

Bremstest auf Asphalt anstelle auf der Rolle, dann ab in die Halle. „OBD Stecker ist unter dem Lenkrad, aber Vorsicht, der ist belegt.“ „Wie belegt?“ „Tanktaler“. Dann habe ich erst eine keine Einweisung in die Nutzungsmöglichkeiten der OBD Schnittstelle gegeben (dachte das wären Themen die bekannt sind). Habe dann die Kopplung mit dem Handy demonstriert. Begeisterung beim Prüfer.

Lichttest. Anderer Prüfer: „Ein Standlicht ist kaputt.“ Ich: „Kann nicht sein!“ Hingegangen, kräftigen Schlag versetzt, Licht wieder an. Gelächter bei beiden Prüfern.

Dann Tuscheln der beiden Prüfer. „Hat der keine Airbags, müsste er bei dem Baujahr doch haben?“ Dann Erläuterung meinerseits der LKW Zulassung und der Defenderhistorie der letzten Jahre. „Wie LKW, steht doch gar nicht im Fahrzeugschein!“ Nach ein wenig Suchen  hat er das dann auch gesehen…

Für das Lenkrad brauche ich eine ABE. Mist, wieder vergessen. Genau wie beim letzten Mal. Glücklicherweise habe ich die Sachen eingescannt in meiner Dropbox liegen und biete immer an das zu mailen, meistens reicht aber der Blick auf das Handy. Akzeptiert, sehr nett. Dann hat der Prüfer auch bemerkt dass andere Felgen und Reifen drauf sind.

Auf der Bühne dann Wackeln an allen Teilen, nichts bewegt sich. „Die Bremsbeläge hinten scheinen bald runter zu sein, aber genau kann ich das nicht sehen.“ „Kein Problem, prüfe ich!“ Und das Differential hinten „schwitzt“, ich soll den Zustand beobachten.

Alles in allem hat alles nicht länger gedauert als 15 Minuten. 102 Euro gezahlt und wieder zwei Jahre Ruhe. Auf der Rückfahrt nach Hause komisches Gefühl, die Lenkung geht irgendwie leichter. Komisch. Dann fiel mir ein ich habe den Luftdruck ja mal testweise auf 3 bar erhöht…

Dashcam

Ich wollte eine Dashcam haben. Nicht um irgendeine Form einer möglichen Beweissicherung (Urteil zur Zulässigkeit in Zivilprozessen vom OLG Nürnberg) zu bekommen, sondern eher aus technischer Neugier. Sehen wie so eine Kamera funktioniert und wie die Qualität der Aufnahmen ist. Nein, ich möchte auch nicht rechtlich bewerten was zulässig ist und was nicht, das haben schon genug andere getan.

Der Markt ist ziemlich unübersichtlich, also habe ich erstmal meine Anforderungen an eine solche Kamera gestellt.

  • keine integrierter Monitor
  • gute iOS Kompatibilität
  • dezent und unauffällig
  • mindestens Full HD Auflösung

Fündig wurde ich dann bei Goluk. Den Hersteller kannte ich bis dahin nicht, aber was an Reviews und Tests so vorhanden war hat mich dann doch überzeugt. Ein sehr neuer Hersteller den es erst seit 2014 gibt und die nichts anderes machen als Dashcams. Ok, also zumindest mal Spezialisten.

Es gibt nur drei Modelle (T1-3, vielleicht sind die Gründer nostalgische VW Bulli Fans?), ich habe die  Goluk T1.

Der Einbau geht in wenigen Minuten vonstatten. Der Kamerahalter wird mit einem 3M Klebepad an der Windschutzscheibe befestigt. Dazu habe ich den Livebildmodus aktiviert, zwei Flaschen auf meine Kotflügel gestellt und so den optimalen Aufnahmebereich gefunden. Die Kamera sitzt bei mir etwas rechts hinter dem Rückspiegel und behindert mich in der Sicht nicht. Das USB Kabel ist schnell verlegt, ich habe ja ausreichend Steckdosen verbaut. Ganz versteckt habe ich die Kabel noch nicht weil es für mich erstmal nur ein Test ist. Aber ich denke Strom am Spiegel für „irgendeine“ Kamera ist ja nicht verkehrt. Die Installation am Handy geht auch schnell von der Hand, die Kamera baut ein eigenes WLAN auf mit dem sich dann das iPhone verbindet. Der Zeitverzug zwischen dem Geschehen und dem „Livebild“ liegt bei knapp einer Sekunde. Immerhin besser als meine Gopro Kamera.

Es stehen verschiedene Aufzeichnungsmodi zur Verfügung. Der wesentliche ist der Gyrosensorgesteuerte, sprich der der die Aufnahme startet wenn sich in irgendeine Richtung das Fahrzeug stark bewegt (sehr starke Beschleunigung – hahahaha), starkes Abbremsen, Schleudern oder eben ein Aufprall. Dann zeichnet die Kamera acht Sekunden vor und nach dem Ereignis auf, also 16 Sekunden (frag mich nicht warum genau acht und acht, lässt sich auch nicht einstellen).

Die Qualität der Aufnahmen ist gut, gewohnt gute HD Auflösung die natürlich bei schlechten Licht- und Witterungsverhältnissen abfällt. Es gibt aber auch die Möglichkeit per Knopfdruck aufzuzeichnen „wenn mal gerade die Landschaft schön ist“, dazu gibt es den so genannten Magic Key, einen Knopf der die Kamera für 30 Sekunden ab Knopfdruck per Bluetooth auslöst. Die iOS Software sowie die Firmware der Kamera wird immer mal wieder aktualisiert und der Funktionsumfang erweitert.

Hier noch ein paar Test- und Beispielvideos auf Youtube:

 

Kindertauglichkeit – my first Recaro

Wenn man sich nicht mit einem unnötigen Quatsch wie Isofix auseinandersetzen muss, dann reduziert sich inzwischen deutlich das Angebot an Kindersitzen. Die sich zuerst stellende Systemfrage Reboarder, in Fahrtrichtung mit Fangkörper oder in Fahrtrichtung mit Gurtsystem muss jeder für sich selber entscheiden.

Vorweg sei nur gesagt, dass Reboarder ganz schön viel Platz wegnehmen und es im Fond schon mal schnell eng werden kann. Testberichte gibt es wie immer für alle Systeme gute und schlechte. Meine Wahl fiel dann auf Recaro. Sitzprofi seit vielen Jahren, die nichts anderes machen, egal ob für den Renn-, Offroad-, Motorsport, für Flugzeuge oder eben Kindersitze, man liebt gutes und sicheres Sitzen.

Der Recaro Young Sport Hero ist ein Sitz der Gruppe I-III, also von 9 bis 36 Kilogramm  Sollte erstmal reichen. Wird vormontiert im großen Karton geliefert und ist mit wenigen Handgriffen schnell im Fahrzeug befestigt. Er hat ein eigenes Fünfpunktgurtsystem für die erste Phase, danach wird der im Auto vorhandene Dreipunktgurt genutzt und wird in Fahrtrichtung montiert.

Recaro KindersitzWie bei allen Herstellern von Kindersitzmöglichkeiten für jeden Zweck muss man sich an verschiedenste Gurtmöglichkeiten gewöhnen, so auch bei Recaro. Hat man das System erst einmal verstanden, ist es kinderleicht und geht schnell von der Hand. Selbst längere Fahrten waren bis jetzt immer entspannt, Schlafen und Essen, alles geht im Recaro. Wir haben noch einen zweiten Sitz gekauft für das Stadtauto, einen MaxiCosi, hier muss man ehrlich gestehen dass das Anschnallen deutlich einfacher ist, aber was Wertigkeit und Sicherheit angeht ist in meinen Augen der Recaro klar vorne.

Ich habe ihn auf allen möglichen Positionen getestet, er passt überall hin, egal ob Beifahrersitz, hinten außen oder Mitte.

Fazit Phase 2: Absolute Zufriedenheit des jungen Defenderfans!

19. Landrover Teilemarkt Aachen

Und wieder einmal pilgerten Samstag morgens (6. Mai 2017) alle ins Dreiländereck zum 19. Landrover Teilemarkt. Kohl ist so nett den Platz zur Verfügung zu stellen und wie immer ist herrliches Wetter. Dieses Mal nehme ich mir vor ganz früh da zu sein und so bin ich um kurz nach 11 Uhr vor Ort. Was soll ich sagen? Es ist schon voll, mein Parkplatz ist eine ganze Ecke entfernt und ich frage mich wie lange die meisten schon hier sind.

Alleine der Weg vorbei an allem was das Landrover Herz begehrt macht schon Spaß. Dann geht es auf die volle Platzfläche des Mitarbeiterparkplatzes. Ich habe den Eindruck es wird jedes Jahr ein wenig mehr und augenscheinlich fängt der frühe Vogel hier den Teilewurm. Bei meinem letzten Besuch (ich war spät da) war ich ja nicht ganz so begeistert.

Natürlich ist man als TD4 Fahrer der vielleicht noch in der Neuwagengarantie ist nicht so sehr auf Ersatzteile angewiesen, aber das ein oder andere interessante Teil gibt es dann doch. Das wichtigste Element ist aber für mich die Inspiration, das Ahaerlebnis, zu sehen wie Probleme gelöst wurden die ich noch gar nicht kenne (aber wohl bald kennenlernen werde) und der Erfahrungsaustausch. Und immer mehr denke ich über das Thema Landrover Oldtimer nach…

Auf dem Rückweg habe ich dann noch die Evolutionsstufe nach dem Schweizer Wassersack an einem parkenden Landrover gefunden. In Ermangelung eines Fahrers vor Ort habe ich dann abends das Facebook Blacklandy Forum mit meiner Frage bemüht und was soll ich sagen, innerhalb kürzester Zeit meldete sich sogar der Fahrer zumindest virtuell. Ausreichende Hinweise führten dann zu einem Produkt mit Namen und Bezugsquelle, die Schwarmintelligenz hat wieder einmal funktioniert.

Dieses Treffen / dieser Teilemarkt hat mir Spaß gemacht und da es für mich ja nicht weit ist, wird es dann wohl doch zum Pflichtprogramm.

 

Zurück am Auto war dann der Scheibenwischer voll mit Werbung, zum Glück mit einer vernünftigen Zielgruppenorientierung, insofern bin ich dankbar für die Papierinfos!

Nachdem ich jetzt schon ein paarmal da war habe ich auch den Besucherparkplatz für den Teilemarkt entdeckt, der ist mir in den letzten Jahren nie aufgefallen, da ist die Landroverdichte natürlich extrem hoch.

Anbei ein paar Impressionen vom Gelände und den umliegenden Straßen.

Kindertauglichkeit – Babyschale

Dass der Defender als Kinderauto geeignet ist steht außer Frage. Schaukelt schön, macht Krach, lässt sich gut be- und erklettern, man sitzt hoch und sieht viel. Kinder können nichts kaputt machen und Kratzer sind auch egal, kurzum, ein besseres Auto gibt es nicht. Aber wie schlägt sich der Defender im Detail. Phase 1: Babyschale, Kinderwagen für liegendes Kind. Über die anderen, kommenden Phasen werde ich nach und nach berichten.

Nach viel Umschauen und Probieren haben wir uns für Cybex entschieden (war mal ein deutsches Unternehmen bis sie fusioniert haben). Genauer gesagt die Babyschale Cybex Cloud Q. So ein Mist wie Isofix gibt es natürlich nicht, also wird die Babyschale auf die herkömmliche Art und Weise befestigt. Beckengurt und Schultergurt. Hält wie eine eins. Die Cybex Babyschale hat noch eine ausfahrbare Seitenstütze, die bei einem Seitencrash hilfreich sein soll, deren Sinn scheint allerdings nur bei sehr schmalen Fahrzeugen oder Kleinwagen gegeben zu sein. (in der Marketingsprache nennts sich das dann: „Teleskopischer linearer Seitenaufprallschutz (L.S.P. System)“). Im Handling ist die Babyschale sehr einfach zu bedienen und selbsterklärend. Für das Herein- und Herausnehmen aus dem Auto bin ich den geänderten Türöffnungswinkeln dankbar, die erleichtern auch hier die Arbeit. Die Cybex Babyschale passt locker hinter den Fahrersitz (ganz hinten, keine Sitzschienenverlängerung) und lässt sich (hier bin ich jetzt dankbar für die Trittbretter) gut anschnallen.

Cybex schreibt auf meine Kompabilitätsanfrage der Babyschale und einem Defender folgendes:

„Die Base Q-fix ist gegurtet in einem Fahrzeug wie Ihrem auf Position 1,2 und 4 ordnungsgemäß zu installieren. Bei Installation auf dem Beifahrerplatz muss sichergestellt werden, dass der Frontairbag deaktiviert ist. Wir raten allgemein allen Kunden mit dem betreffenden Fahrzeug beim nächsten Fachhändler vorbeizufahren und dort den Sitzeinbau zu testen. Hierbei bekommen Sie die Gelegenheit, den Einbau und die weitere Handhabung direkt erklärt zu bekommen. Die Kompatibilität kann hier mit 100%iger Sicherheit bestätigt werden.
Den nächsten Fachhändler können Sie auch auf unserer Homepage herausfinden. (http://cybex-online.com/retailer) Vor Kauf eines Kindersitzes raten wir generell diesen im eigenen Fahrzeug zu testen, um sicherzustellen, dass der Einbau unkompliziert und ordnungsgemäß durchführbar ist.“

Als Kinderwagen der uns über die ersten Jahre begleiten soll haben wir uns für den Bugaboo Buffalo Escape entschieden, passend zum keswickgrün des Autos, dazu noch offroadgeeignet, was will das 4×4 Vaterherz mehr? Er ist groß, lässt sich aber so klein zusammenlegen dass er auch in einen Fiat 500 passt. Ok, ist für den Defender zweitrangig. Cupholder für die spazierende Mama, dazu den passenden Stanley Classic Vakuum Trinkbecher mit 350 ml. Herrlich wenn alles passt. Nein, Quatsch, muss nicht sein, ist aber trotzdem schön. Auto und Becher waren vor dem Kinderwagen da. Aber als der Kinderwagen in der Farbe da stand konnten wir nicht anders entscheiden.

Der riesige Kofferraum (trotz Schlafausbau) fasst den Kinderwagen den man fast so reinstellen könnte.

Phase 1: Absolute Zufriedenheit des jungen Defenderfans!

Wassersack

Bislang war ich mit einem Plastikbehälter unterwegs der faltbar zusammengelegt werden konnte. Jedes Mal habe ich mir die Kanten genau angesehen um zu sehen ob noch alles dicht war. Und auch hier bewahrheitete sich bei einer Kontrolle: Wer billig kauft, kauft zweimal. An einer Kante eingerissen.

Also habe ich mir einen vernünftigen Wassersack gekauft.

Armeeausrüstung ist in der Regel bewährt und qualitativ hochwertig. Die Schweizer Armee hat 20 Liter fassende Wassersäcke, die extrem stabil sind und einen durchdachten Ausguss / Wasserhahn haben. Auf der Abenteuer Allrad wurden die auf einigen Ständen um die 14-15 Euro verkauft, aber nur einer hatte eine gute Auswahl an brauchbaren Duschaufsätzen. Die so genannte Dusche mit Schlauch vom Schweizer Dani Jutzet zum Preis von 46 Euro von www.duschziege.ch macht auch im Alltag eine gute Figur. Die feine Dosierung reduziert den Wasserverbrauch deutlich. Durch den ungefähr einen Meter langen Schlauch kann man den Wassersack auf das Autodach legen wo er sich in der Sonne dann erwärmen kann und den Schlauch mit Brause einfach herunterhängen lassen.

Klare Kaufempfehlung!

 

Kostenlose GPS Ortung – Tanktaler

Update 11. Mai 2017

Tanktaler hat sein Geschäftsmodell geändert. Natürlich muss jedes Startup sehen wie man langfristig sein Geschäftsmodell vernünftig monetarisiert. Premium nennt man das dann und nimmt 39 Euro für die Leistung. Ob es mir das wert ist weiss ich nicht, man verspricht neue und interessante Features für das Jahr 2018, aber definitiv ist das nicht.

Der Schritt ist (wenn man sich so die Facebook Kommentare ansieht) für die meisten zu drastisch. Ich denke dass ein Großteil der Kunden abspringen wird. Mein Entschluss steht noch nicht fest, ich werde Ende des Jahres entscheiden und sehen was von der Roadmap an neuen Ideen umgesetzt wurde.


Um eins direkt vorneweg zu sagen. Ich will hier jetzt gar nicht auf Themen eingehen wie Datenschutz, Persönlichkeitsrechte, Bewegungsprofil oder sonstwas. Ich bin virtuell nicht zurückhaltend und bin mir der möglichen Gefahren durchaus bewusst, ich arbeite in  diesem Bereich. Ich nutze Googlemail als Maildienstleister, facebook zum Spaß, Apple Produkte mobil und so weiter. Ich weiß wer alles meine Daten nutzt und würde mich nicht als Datenangsthasen bezeichnen.

Ich bin eher der naturverbundene Nerd. Der die Natur liebt aber auch Spaß an technologischen Innovationen hat.

Man kann an seine OBD2 Schnittstelle (seit über zehn Jahren in allen PKW Pflicht) im Defender ja jede Menge anschließen. Ein nanocom, ein Diagnosegerät, eine Garminerweiterung, vieles geht. Bald brauchen wir wahrscheinlich noch einen Switch im Defender für die ganzen OBD2 Devices. 🙂

Oder eben einen „Tanktaler„. So heisst der lustige Stecker. Dahinter steckt ein deutsches Unternehmen aus München. Klar wollen die Geld verdienen, klar werden die Daten ausgewertet. Zum Geschäftsmodell schreibt man offen und ehrlich auf der Homepage. Ich denke über kurz oder lang wird diese Technologie von allen Versicherungen angeboten um Rabattstufen nach Fahrstil und Strecke festzulegen. Aber was kann das „Ding“?

Der Stecker hat einen Prozessor, einen Flashspeicher, eine Batterie, ein GPS/GSM Modul, einen Beschleunigungssensor sowie eine SIM Karte integriert. Damit kann man schon erahnen was der alles kann.

GPS

Das ist das Killerfeature für mich. Ich kann jederzeit (in Echtzeit) sehen wo mein Auto ist. Ich will jetzt nicht sagen dass ein Defender das Traumziel jedes Autodiebes ist, aber den zu entwenden ist wahrscheinlich einfacher als bei den meisten anderen Autos. Über die App kann ich mir auf der Karte ansehen wo mein Auto geparkt ist oder wo es gerade fährt. Wenn es wieder abgestellt wird, bekomme ich drei Minuten nach Abstellen eine Nachricht auf mein Handy und kann die Fahrstrecke (Dauer, Zeiten, Kilometer, wann bin ich wo wie schnell gefahren, wann habe ich wo getankt) einsehen. Lustig ist die Funktion wann habe ich wo stark beschleunigt oder stark abgebremst. Habe ich irgendwie mit dem Defender noch nicht geschafft, ist wohl zumindest was die Beschleunigung angeht zu langsam um 0.25g zu erreichen. 😉 Fährt man das Auto in eine Tiefgarage zeigt er den letzten Standort an.

Funktion

Der Tanktaler hat selber eine Batterie, ist aber ansonsten natürlich auch über die OBD2 Schnittstelle mit der Autobatterie verbunden. Hat also genug Saft um auch nach Wochen noch zu sagen wo das Auto steht und welchen Ladezustand die Batterie hat. Die Features sind ganz nett um auch seine Reisen aufzuzeichnen oder den Stecker also digitales Fahrtenbuch zu nutzen. Ein CSV Export der Daten ist auch möglich. Mehr Infos auf der Homepage des Herstellers.

Kosten

Den Stecker bekommt man umsonst, im Gegenteil, man wird für die Nutzung bzw. Preisgabe seiner Daten be-/entlohnt. Pro 10.000 Taler (aktuell gibt es einen Tanktaler pro gefahrenem Kilometer und 20 pro getanktem Liter Sprit; Aktionen sind teilweise zeitlich begrenzt) gibt es z.B. einen 10 Euro Amazon Gutschein. Beispielrechnung: Fährt man 20.000 km im Jahr, tankt man etwa 2000 Liter. Ergibt 20.000 Tanktaler für die Kilometer und 40.000 für den Sprit, sind zusammen 60.000 Tanktaler oder 60 Euro Amazon oder Shell (oder einen anderen Tank-) Gutschein. Dazu gibt es noch Bonus-Tanktaler wenn man andere Interessenten wirbt. Im Dezember 2016 bekommt ihr dafür noch 5000 Tanktaler geschenkt wenn ihr euch registriert und den Stecker auch montiert. Sonst gibt es nur 2000.

Montage

Der OBD2 Stecker mit Verlängerungskabel (ohne das wäre es schwierig) passt locker ins Armaturenbrett (Fußraum Fahrerseite unterhalb des Lenkrades), es entsteht eine ganz leichte Ausbeulung der Plastikabdeckung, die ist aber nicht störend, die originale Verschlussmöglichkeit hält. Dauer der Montage 30 Sekunden.

Meine Wünsche an Tanktaler zur Weiterentwicklung:

  • Tablet-App (geht aktuell nur auf dem Smartphone)
  • Landscape Modus
  • Livetracking während der Fahrt (aktuell muss man die App beenden und wieder neu starten um den aktuellen Standort zu sehen)

Ansonsten gibt es eine rege Community und immer wieder gute und neue Ideen. Leider ist Tanktaler aktuell nur für München, Stuttgart und Köln freigeschaltet (Umkreis von 100km), je mehr Anmeldungen aber für eine Region vorliegen desto schneller wird die freigeschaltet.

Die erste Reparatur

Defekter TankdeckelExakt eine Woche nach Ablauf der dreijährigen Garantie war es dann soweit. Der erster Schaden: Tankdeckel! Beim Öffnungsversuch ist er in drei einzelne Teile zerbrochen. Anscheinend ist das innere Material ermüdet und irgendwann dann bei Belastung gebrochen. Neuer Tankdeckel bei Landrover um die 40 Euro, von Bearmach nur 14,90 Euro. Da der originale seine (Nicht-)Belastbarkeit ja unter Beweis gestellt hat, sollte es also jetzt einer aus dem Zubehör sein. Vielleicht lebt der länger.

Problem ist natürlich wie bekomme ich den Tankdeckelrest unbeschadet aus dem Schraubgewinde des Tankeinfüllstutzens? Ansetzen des Werkzeuges ist sehr beengt, das vierte Werkzeug hat funktioniert. Nach diversen Zangen sollte es dann der große Schraubenzieher in Kombination mit einem Hammer sein, mit dem ich am Rand in Drehrichtung (offen) Stück für Stück den Tankdeckelrest so weit bewegen konnte bis er ganz offen war. Noch mal Glück gehabt.

Einziges Manko ist das fehlende Pastikverbindungsstück, dass den Tankdeckel an der Karosserie befestigt hat. Das brauche ich aber nicht wirklich.

Ärgerlich ist nur, dass ich bei der letzten Inspektion sowie kurz vor Ablauf der Garantie genau auf den schwergängigen Tankddeckel hingewiesen habe. Zweimal hätte der Freundliche die Chance gehabt mich vor dem Schaden zu bewahren. Hat nicht funktioniert. Schade. Wegen 14,90 Euro und 15 Minuten Arbeit möchte ich mich nicht aufregen.

 

Felle fürs Lagerfeuer

Es gibt viel Hightech um seinen Landrover ein wenig aufzumöbeln. Aber manchmal ist das aus der Steinzeit überlieferte Material doch das beste. Wer hat nicht schon mal am lauschigen Lagerfeuer gesessen und sich am Schein des Feuers erfreut? Wahrscheinlich ist diese Frage bei Defenderfahrern überflüssig. Die von mir prognostizierte Antwort lautet: Alle!

Und wem ist im Laufe des am Feuer Sitzens dann kalt geworden? Zumindest hinten? Man sitzt (im Alter dann doch bequemer) auf seinem Campingstuhl, vorne brutzelt das Feuer und von hinten schleicht sich so langsam die Kälte heran. Die relativ einfache Lösung dieses Problems lautet: Fell! Möglichst hochflorig natürlich und schön groß, sodaß Sitz- und Rückenfläche des Campingstuhls großzügig bedeckt sind. Aber wo kauft man ein solches Fell?

Großes skandinavisches Möbelhaus? Da sind Felle günstig, Herkunft will ich ja gar nicht wissen, für mich keine Option. Weihnachtsmärkte? Da gibt es doch in der Regel immer einen Stand wo (optisch einwandfreie) Felle verkauft werden. Aber Weihnachtsmarkt ist eben nicht immer. Eins ist mir bei einem Fellkauf sehr wichtig: das Fell in die Hand zu nehmen und zu fühlen! Das ist ein Ausrüstungsgegenstand den ich nie über das Internet kaufen würde.

Für den Bereich Köln habe ich einen sehr guten Tipp: U. Geihsler Felle Leder Bekleidung. (Die Homepage hat einen 90er Jahre Charme und müsste mal ein wenig überarbeitet werden…) Hier kaufen die Weihnachtsmarktbudenbesitzer ein. Hier kommt die Ware her. Hier wird noch selber Fell verarbeitet und Leder gegerbt. Hier kennt man die Herkunft, hier kennt man die Schäfer und Jäger. Es gibt keine großen Hinweisschilder und der Eingang ist auch nicht beschriftet. Einfach die Auffahrt hinauf und dann links in der Ecke. Es empfiehlt sich immer (!) vorher anzurufen.

Erwartet keinen Showroom, schlendert einfach unter fachkundiger Begleitung durch die Räume, staunt über die Varianten an Fellen; klein, groß, uni, bunt, alles was Feld, Wald und Wiesen so hergibt ist hier sauber aufbereitet zu finden. Vom Eichhörnchen bis zur Kuh. Hier gibt man jedem Tier eine Chance, nicht nur dem blütenweißen (naja, eher gelblichen) Schaf ohne Wunden und Flecke. Man freut sich dort auch mal ein einfarbiges Fell mit einem schwarzen Punkt zu verkaufen oder ein Fell welches einen Mangel hat. Wobei hier der Qualitätsanspruch des Gerbers zählt, ich habe die „Mängel“ nicht gesehen. Ich schaue mir das Fell von vorne an und beurteile es so, der Fachmann schaut das Leder der Rückseite und dessen Verarbeitung an.

Es gibt dort medizinische Felle die auch für Babys und Kleinkinder geeignet sind, aber auch alles andere. Das große Kuhfell für das Wohnzimmer oder das flauschig dicke Schaffell für das Lagerfeuer. Preislich absolut ok, da können andere nicht mithalten.

Drei Jahre Landrover Defender, meine Erfahrung

landrover_defender_1Objektiv: Ende der Werksgarantie, 58000km, Durchscbnittsverbrauch 11,74 Liter auf 100km, Top zufrieden. Keine großen Mängel, nur Kleinigkeiten die nicht erwähnenswert sind und alle von Landrover im Rahmen der Garantie behoben wurden. Rundum also ein treuer Begleiter. Heute vor drei Jahren war es soweit, Abholung beim Händler. Zwei Tage vorher wurde er zugelassen.

Subjektiv: In den drei Jahren hat er treue Dienste geleistet, hat Freude bereitet, hat Spaß gemacht und gab keinen Anlaß sich über ihn zu beschweren.

Ich würde die Ausstattung wieder so wählen, selbst die Seriensitze und die Klimaanlage haben mich begeistert, da will ich nichts anderes. Um zu sagen was mir fehlt muss ich wirklich lange nachdenken. Klar habe ich meine Wunschliste was noch so alles fehlt, aber es macht einfach Spaß für sich selber zusätzliche Ausstattung auszuwählen, zu recherchieren, zu diskutieren, zu priorisieren und dann letztlich zu kaufen und einzubauen.

landrover_defender_2Der Blog

Neben den hier schon veröffentlichten Berichten fange ich viele Themen an, überlege was kommt, schreibe es in meinen Entwürfen auf bis ich es dann irgendwann veröffentliche. In der Regel habe ich so 30-40 Themen in Bearbeitung. Der Blog dient in erster Linie mir dazu in einem kleinen Archiv zu sehen was ist am Auto passiert, was passieren wird oder auch nicht, aber auch um von anderen Input zu bekommen. Es freut mich natürlich ungemein wenn ich Rückmeldungen bekomme oder anderen Entscheidungen leichter machen kann vor denen ich genauso gestanden habe. Ich lese ja auch sehr viel auf anderen Internetseiten um mich zu informieren.

Mein Fazit nach drei Jahren: Kauft unvernünftige Autos, das Leben ist zu kurz für vernünftige Entscheidungen! Genießt die Zeit!

PS: Bis 31.8.2016 müssen alle noch nicht zugelassenen Defender in Deutschland zugelassen werden und noch gibt es neue zu kaufen.

 

Schon wieder reingefallen

Excellium DieselEs ist mir schon wieder passiert. Fahre an eine Tankstelle an der ich sonst nie tanke, stecke die Zapfpistole in den Tank und tanke Diesel. Dachte ich. Beim Blick auf die Anzeige dachte ich ganz schön teuer für Diesel, 1,209 Euro, an der Tafel stand doch ein viel günstigerer Preis. Ok, der zweite Blick offenbarte mir meinen Fehler. Ich tankte keinen profanen Diesel, das war Excellium Diesel von Total. Ein „Hochtechnologie-Dieselkraftstoff“. Besserer Schutz des Motors, Verringerung des Verbrauchs, Verringerung des Schadstoff- und CO2-Ausstoßes, weniger Geräuschentwicklung, mehr Komfort – so die Versprechung.

Hab ich nix von gemerkt. Laut wie immer, Verbrauch wie immer und was mir aufgefallen ist war dass der Dieselpartikelfilter (bzw. der lautstarke Verbrennungsvorgang (Filterregeneration?), wie auch immer das heißt) öfter zu hören war. Da es eine Strecke ist die ich regelmäßig fahre (Köln – München) habe ich eine gute Vergleichsmöglichkeit. Ob da ein Zusammenhang besteht weiß ich nicht, da fehlt mir das Fachwissen. Gemerkt habe ich nur den Preis. An der Kasse…

Abenteuer Allrad 2016 – Messe

Wer immer da ist, die großen. Landrover, Jeep, Toyota, die LKW Umrüster und die Quadfraktion. Aus der Zubehörbranche alle die man kennt. Die ersten ziehen sich zurück, „die Messe hat an Charme verloren“, aus anderen Berichten entnehme ich eine deutliche Preissteigerung der Standgebühren für die Aussteller. Fakt ist, es wird größer. Immer größer.

  • Was war neu, was war innovativ,
  • was war langweilig,
  • was war günstig, was war teuer,
  • was wurde als neu verkauft aber eigentlich ein alter Hut und
  • was ist sonst noch aufgefallen?

Fangen wir einmal mit meinen persönlichen Highlights an.

Abenteuer Allrad 2016Gentle Tent – aufblasbares Dachzelt. Sehr geile Produkte am Stand. Zelte, Vorbauten für größere Wohnmobile, aufblasbare (superbequeme) Möbel, aber auch einen Prototyp eines Dachzeltes. In einer ca. ein mal einen Meter großen Tasche ist ein knapp 30 kg schweres Dachzelt einschließlich Matratze (auf dem Dachgepäckträger befestigt) untergebracht. Kompressor dran und wenigen Minuten später steht das Dachzelt. Wird wohl eher Ende des Jahres auf den Markt kommen, ich hoffe bis dahin optimiert man noch ein wenig. Die Leiter machte keinen vertrauenserweckenden Eindruck und das Zelt hat nur eine Wand, zwei sollten es bei einem Dachzelt schon sein denke ich. Aber die Idee ist sehr gut. Erstaunt hat mich der geringe Luftdruck mit dem das ganze befüllt wird, 0,3 Bar Druck reichen aus. Ich denke das System wird sich durchsetzen, der erste Prototyp hat mich auf jeden Fall beeindruckt. Die Luftmöbel sind sehr bequem und standen direkt ohne etwas darunter auf grobem Schotter, eindrucksvoll stabil!

Abenteuer Allrad 2016Durchdacht waren die Scharniere von den Offroad Monkeys, insbesondere für die Hecktüre mit einer Tragkraft die bei 100kg liegt, aber auch ein stolzer Preis, im Vergleich zu einem zusätzliche Reserveradträger aber dann doch nicht mehr. Insbesondere das Innenleben der Scharniere hat mir gefallen, neben der Verwendung von hochwertigem Flugzeugaluminium (wobei ich mich ja immer frage wie man das definiert…) ist ein Anschluss für die Fettpresse dran und die Bolzen haben Nuten in denen sich das Fett gut verteilt. Sehr durchdachte Lösung. Ich bin mir nicht sicher ob es da ein vergleichbares Produkt auf dem Markt gibt, habe aber auch noch nie danach gesucht. Zu Anschauungszwecken hatte man eine Kiste mit alte, abgerissenen Scharnieren am Stand. Sehr beeindruckend. Aber ich denke dass ein neues Scharnier mal so zehn Jahre halten sollte. Mal sehen ob mich hier irgendwann eine schnellere Realität einholt. Wenn sind die Offroad Monkeys dann meine erste Wahl.

Abenteuer Allrad 2016Nicht überzeugend finde ich Messepreise die sich mit Internetpreisen nicht messen könnten. Fest davon überzeugt und mit ausreichend Bargeld in der Tasche wollte ich eine Engel Kühlbox kaufen. Vorher ausreichend informiert was die kann, ob sie meine Anforderungen erfüllt und wie die Preise sind. Gängiger Internetpreis 499 Euro incl. Lieferung bis nach Hause. Auf drei Messeständen hab ich die Box gesehen. Und als hätte man sich abgesprochen kostete die Box überall Messepreis 499 Euro. Na super, dafür schleppe ich den Riesenkarton nicht quer über den Platz, wuchte ihn in den Bus um ihn dann über die ganze Camparea zu meinem Auto zu tragen. Da bin ich eher faul und lasse nach Hause liefern.

abenteuer_allrad_2016_k11_33Gekauft habe ich bei Seilflechter ein Bergeset der 10 Tonnen Klasse (175 Euro regulär, Messepreis 115 Euro incl. zusätzlicher Tasche, Kekse und einem geschenkten Seil der 250kg Klasse) und bei Wasserziege einen Wassersack der Schweizer Armee mit Brauseschlauch (14 Euro Wassersack neu plus 46 die Brause).

Seilflechter ist für mich ein offroadtypisches Unternehmen für gute Produkte und optimierungsbedürftiges Marketing. Stand und Prospekte sieht alles sehr selbstgemacht aus, aber die Produkte überzeugen mich. Mit den Jungs kann man noch am Stand diskutieren, die kennen die Produktionsabläufe, die kenAbenteuer Allrad 2016nen die Produkte, die machen gute Messepreise. Das Internetzeitalter ist leider noch nicht so richtig in Hannover angekommen. Ich glaube nächstes Jahr kaufe ich dann noch ein kinetisches Seil bei denen. Verabschiedet habe ich mich mit den Worten „Wenn das Seil reisst rufe ich an!“ – Davor haben sie aber keine Angst. Wenn ich mir alleine das Seil ansehe welches bis 250 kg belastbar ist finde ich das schon sehr beeindruckend. Ich würde mich da nicht dranhängen.

Die Dinge, die auf sonst noch auf meiner Shoppingliste standen waren mir auf der Messe zu teuer. Die bestelle ich dann lieber über das Internet. Ich bin ein Freund auf Messen gerne schon mal günstiger einzukaufen als normal.

abenteuer_allrad_2016_k11_10Abenteuer 4×4 hat das beste Marketing. Da bleibe ich bei. Geile Produkte, cooles Marketing. Die Staffeleien mit den Collagen der letzten Touren waren sehr beeindruckend. Stil geht auch offroad! Die neuen Produkte gefallen mir nicht ganz so gut, aber wie sagt man so schön, Geschmack macht einsam. Die einzelnen Punkte auf dem Blech gefallen mir nicht so gut, dürften für mich deutlich häufiger auf dem Blech vorhanden sein. Sieht für mich eher nach Show als nach Funktion aus. So filigran steht es einem echten (Defender) Kerl nicht. Trotzdem, die Verarbeitung ist wie gewohnt erste Wahl!

abenteuer_allrad_2016_k11_09Im Nachgang gab es in meinen Augen einen seltsamen (Facebook-)Battle zwischen Nakatanenga und Abenteuer 4×4. Wer hatte zuerst die Idee mit der „versteckten“ Seilwinde (also unterhalb der Stoßstange) beim Defender. Komisch, als ich meinen vor drei Jahren gekauft habe, gab es das schon lange. Matzker hatte die im Programm (bin einen Defender damit Probe gefahren) und ich meine sogar Landrover serienmäßig hat das angeboten. Naja, sei es drum, echte Innovationen bei einem Fahrzeug was seit Jahrzehnten auf dem Markt ist sind immer schwer. Trotzdem kann man ja immer bestehende Produkte optimieren und den Markt erweitern. Nur so wird das alles ein wenig belebt!

 

abenteuer_allrad_2016_k11_11Blidimax, die Verdunklung, Schutz vor Hitze und Auskühlung mit passgenauen Fenstermatten anbieten finde ich gut weil ich gerne local dealer supporte (kommen aus Neuss), ein ganzes Set hat natürlich seinen Preis. Für Innenschläfer wirklich gut. Kommt bestimmt irgendwann. abenteuer_allrad_2016_k11_12

 

 

 

Neuer Trend (naja, in D vielleicht) ist Raptor oder Herculiner, verschiedene Hersteller gleiches Prinzip: Ultrarobuste Beschichtung für alles. Ganze Karosserie, einzelne Teile, Reservekanister, Stoßstangen und und und. Schwarz, aber auch inzwischen durchsichtig mit der Möglichkeit die Wagenfarbe beizumischen. Ursprünglich kommt das ganze aus Amerika, dort werden damit die Ladeflächen der Pickups beschichtet. Da gibt es so ein Set komplett für umgerechnet 65 Euro, hier in Deutschland geht es bei 129 Euro los. Wenn man ein ganzes Auto so „lackieren“ möchte kann man mal kurz rüberfliegen… Fragt nicht euren Lackierer des Vertrauens danach ob er das für euch machen kann. Die haben keine Lust sich damit ihren Kabinenboden zu versauen. Für mich ist das eine Option für die Stoßstange wenn sie mal anfängt zu gammeln.

Abenteuer Allrad 2016Cool war die Kabine aus Carbon (nur die Hälfte des Gewichts einer herkömmlichen, Preis dem Material entsprechend) mit den passenden Campingstühlen aus Carbon. Ok, ich vermute die waren nur Show, aber die Optik war schon der Hammer. Damit ist man in der Camparea ganz weit vorne.

Die Anhänger von Moser Fahrzeugbau standen irgendwie nur rum, da war es für mich als „Kunde“ schwierig zu erkennen wen ich mal ansprechen kann. Einen Leporello Flyer habe ich mitgenommen, der bringt mich aber auch nicht viel weiter. Eigentlich hätte ich noch gerne mehr erfahren.

Mit meinen dreckigen Schuhen durfte ich natürlich nicht in die schicken LKWs mit Penthousekomfort, aber auch die Anhängeranbieter werden da zunehmend kritisch. Die lustigen Überschuhe erinnern mich ein wenig an „Glamping“, das konnte man aber auch in der Camparea feststellen. Es ist schon beeindruckend wie sehr Fahrer großer 4×4 oder 6×6 LKW bemüht sind den Dreck aus dem Fahrzeug zu halten, da gibt es vor den Treppen richtige Schuhwechsel- und Putzrituale. Würde ich aber wahrscheinlich genau so machen.

Volker Lapps Anhänger, vertrieben durch TC Outdoor Concept überzeugen durch sehr gute Verarbeitung und profitieren von jahrzehntelanger Erfahrung des Erbauers. Sehr gute Beratung am Stand, Lollis für die Kleinen und die Familien sind glücklich! Der Stand war zwar etwas eng, vielleicht auch ein Indiz für hohe Quadratmeterpreise auf der Messe…

Abenteuer Allrad 2016Der neue Unimog Cabrio war ein netter Gag, stand auf der Messe und fuhr abends über die Camparea.

abenteuer_allrad_2016_k11_32Es gab nicht nur den normalen Busshuttle zwischen Camp Area und Messegelände. Es gibt die ersten Aussteller, die Kunden zu VIP Kunden machen und einen eigenen Shuttle Service sowie eine Rundfahrt über die Camparea anbieten, auch nicht schlecht. Erstaunlich wieviele Menschen in einen Toyota so reinpassen. Sah irgendwie lustig aus als die über die Camparea gefahren sind. Wollte schon Schilder mit „Bitte nicht füttern“ aufstellen.

Schlecht finde ich Hersteller bzw. Verkäufer von Solarpanels die nichts zur Effizienz ihrer Produkte sagen konnten. Da sollte man ein wenig im Thema Unterschiede von Wirkungsgraden bei Solarpanels sein wenn man schon innovative Produkte an den Mann bringen möchte. Aber vielleicht wollte man ja auch gar nichts verkaufen. Grundsätzlich finde ich so faltbare Solarpanele oder auch begehbare eine sehr praktische Sache, stehen auch auf meiner Liste der noch zu beschaffenden Dinge.

Abenteuer Allrad 2016Nett finde ich die selbstgemachten Ideen die man im Vorbeigehen sieht und die nicht verkauft werden. Wie z.B. passende Kissen für den Deckel einer Zargesbox. Warum verkauft das keiner?

Landrover bzw. Jaguar Landrover hat zwei relativ neue Fahrzeuge ausgestellt, zum einen den Landrover Evoque Cabrio und zum anderen den Jaguar F-Pace. Zwei schicke Autos. Leider habe ich den Evoque Cabrio letzte Woche in Köln fahren sehen – offen – und es sah irgendwie seltsam aus. Erinnerte an die Kutschenzeit früher. Offen und sehr hoch. Naja, Geschmack macht einsam aber auch hier wird sich eine Käufergruppe finden. Den F-Pace finde ich schick, man muss als Hersteller in einem gewissen Segment den Q5 und Macans etwas entgegensetzen. Gelungen!

Insgesamt ist die Messe für mich in jedem Fall eine Reise wert, neben der Camparea ist die wachsende Messe Inspiration und Erfahrungsaustausch auf sehr hohem Niveau. Prolog als Veranstalter macht in meinen Augen einen guten Job, der wahrscheinlich durch die Rahmenbedingungen in Bad Kissingen kein einfacher ist.

Abenteuer Allrad 2016 – Camp Area

Wegweiser Camp AreaUnd wieder einmal erschallte vom 26.-29. Mai 2016 der Ruf nach Bad Kissingen. Globetrotter, Offroadjunkies und interessierte Abenteurer aus aller Welt reisten an um sich auf der größten deutschen Messe in diesem Bereich die Neuigkeiten live anzusehen, sich auszutauschen, zu fachsimpeln, sich wiederzusehen, abends am Lagerfeuer in der Camparea Geschichten zu erzählen und mit deutlich weniger Geld wieder nach Hause zu fahren. Renommierte Hersteller bezeichnen die Abenteuer Allrad inzwischen als das größte Fernreisemobiltreffen der Welt. Kommt hin würde ich sagen. Andere sagen die Messe hat ihren Charme verloren. Kommt nicht hin sage ich. Camp Area ÜbersichtOk, man „ist nicht mehr unter sich“, es wird eben größer, der Markt wächst, die großen Dampfer der Zubehörlieferanten müssen sich vor den kleinen, innovativen Schnellbooten der Branche in Acht nehmen. Das nennt man Wettbewerb, das ist Markt! Die Camp Area wächst auch, wenngleich geografisch Grenzen gesetzt sind. Wenn im nächsten Jahr nicht ein Landwirt seine Felder oder der Golfclub seinen englischen Rasen (der Gedanke gefällt mir) zur Verfügung stellt, wird es an der Stelle eng.

Camp Area ÜbersichtAngereist bin ich am Donnerstag im Konvoi mit einem Freund, ein 130er mit Anhänger und ich mit dem 110er. Kurz vor 15h trafen wir an der Camparea ein. Nicht ging mehr. An der Zufahrt wurden wir wie immer nett von den pro-log Mitarbeitern empfangen. „Sorry Jungs, der Platz ist voll! Ihr könnt gerne reinfahren und sehen ob ihr euch irgendwo zwischen quetscht. Wenn es klappt, kommt zu Fuß zu mir und bezahlt!“ – Absolut faire Ansage. Gesagt, getan! Ich könnte mich jetzt über die Platzerkundung in epischer Breite auslassen und darüber aufregen wieviel Platz mit Flatterband von irgendwelchen Camp Area ÜbersichtMenschen mit den verschiedensten Ausreden frei gehalten wurde, tue ich aber nicht. Erinnerte ein wenig an „Claim abstecken“.  Wir haben noch einen (nicht so tollen) Platz bekommen, waren aber drin, zu Fuß nach vorne und dann bezahlt (15 Euro pro Nacht und Fahrzeug). Ich denke wenn man den ersten Tag Messe mitnehmen möchte, sollte man Mittwochs anreisen. Freitag fand dann die erste größere Wechselwelle auf dem Platz statt, kann auch an dem Regen morgens gelegen haben. Dann waren einige Plätze frei.

Der Platz war – wie schon fast gewohnt aus den letzten Jahren – schlammig aber noch befahrbar. Schuhe und Hosen wurden immer dreckiger, aber das gehört dazu. Dixieklos waren zu wenig und nach dem ersten Tag eine Zumutung (abgesehen davon dass Freitag Abend einige abgebaut wurden), die Schlange morgens vor den Duschen (2 Euro) und den Toiletten lang, die Schlange Suche & Bietebei dem Bäckerstand im Kreisverkehr noch länger – also wie jedes Jahr. Die Anzahl der Duschcontainer könnte ruhig erhöht werden.

Der Shuttlebus Service war katastrophal, zu Fuß wären wir – zumindest auf dem Hinweg – deutlich schneller gewesen. Das lag aber zu großen Teilen an den vollen Straßen, da kommt dann auch der Bus nicht schneller weg.Mülltrennung in der Camp Area

Das gesamte System der Abenteuer Allrad (seit nunmehr 18 Jahren) wächst und ich denke pro-log tut sein bestes die Veranstaltung nach besten Wissen und Gewissen zu organisieren. Das Messegelände und die Camp Area wachsen auch, ich denke sogar dass noch Potential für mehr Aussteller gegeben ist; Platz für mehr Camper wird schwierig. Ich habe die Zahl von 2800 Campern gelesen, aber noch nicht verifiziert. Es gibt ja genug Drohnenvideos (Panamericana, Matsch und Piste) auf denen man einen ungefähren Eindruck bekommt wie voll es war.

nach dem RegenEs gibt inzwischen schon viele Berichte über die Abenteuer Allrad, sehr schön und lesenswert sind:

Gefällt mir besser als unserer

URLHeute in Köln an der Ampel. Auf der linken Spur steht ein Defender 110, keswick green, grünes Dach, Boost Alufelgen mit Standardreifen, ziemlich seriennah. Oder wie ich immer sage. Ausführung onE. Ohne nennenswerte Extras. Früher habe ich immer nackte Sau gesagt, das sage ich heute nur noch bei anderen Preisklassen, wenn z.B. Jaguar seinen neuen Offroader F-Pace ab 42.390 Euro anbietet und die vernünftig ausgestattete Version mal schlappe 80.040 Euro kostet. Das Beifahrerfenster ist unten und die Fahrerin hat weit vor der Ampel gehalten damit ich auf ihrer Höhe zum Stehen komme.

Der junge Defenderbeifahrer, geschätztes Alter unter zehn Jahren, schaut bewundernd auf meinen Defender. Ich mache mein Fenster runter und frage ihn wonach er denn genau schaut. Er meint „Deiner gefällt mir besser als unserer!“ und schaut in Richtung des Schnorchels sowie der grobstolligen Reifen. Ich rate ihm seinem Vater zu sagen dass er auch ein paar nette Dinge anbauen kann, dann sieht der genauso gut aus. Als Tipp gebe ich noch die heute gestartete Abenteuer Allrad in Bad Kissingen mit auf den Weg.

Die Ampel wird grün und die bewundernden Blicke fahren fort. Die Zukunft der Defenderfahrer scheint gesichert!

18. Landrover Teilemarkt in Aachen

landrover_teilemarkt_ac_25Am 7. Mai 2016 hat Kohl in Aachen wieder mal seinen Mitarbeiterparkplatz gesperrt und für Landrover Enthusiasten frei gehalten. Mein Ziel des Besuchs war nicht in erster Linie etwas zu kaufen, sondern eher das Treffen anderer Begeisterter, das Fachsimpeln, das Holen von Anregungen, das Bestaunen anderer Liebhaberstücke und bei allerbestem Wetter etwas Spaß zu haben.

Allerdings war ich bei der Anreise (Köln nach Aachen, jetzt nicht die Entfernung) erstaunt dass mir gegen 13 Uhr schon mehr als ein Dutzend Defender, Serien und Range Rover entgegen kamen. Alle nett freundlich winkend, wie sich das gehört. Hmm, eigentlich früh wenn die Veranstaltung erst um 11h begonnen hatte dachte ich mir. Naja, ich gebe ja jedem Event seine Chance.

Bei Kohl angekommen waren deutlich weniger Landrover in der näheren Umgebung geparkt als bei meinem letzten Besuch des Teilemarkts. Das setzte sich auf der Platzfläche leider fort. landrover_teilemarkt_ac_20Kaum Besucher. Verkäufer aus NL, GB, D, B und LUX konnte ich ausmachen.

Und was soll ich sagen. Nix gefunden. Gar nix. Ein paar wenige nette Inspirationen, ein paar Impressionen, ein paar nette Gespräche und Fachsimpeleien, aber nach einer Stunde war ich dann auch wieder weg. Gegen 14.30h waren die ersten Stände und eine der Verpflegungsbuden schon wieder abgebaut und ich hörte enttäuschte Verkäufer schimpfen.

Wenn der Landrover nicht mindestens 15-20 Jahre alt ist findet man nicht viel. Hat irgendwie nachgelassen finde ich. Ob ich das Event noch einmal besuche weiss ich nicht. Wenn es nicht so nah wäre, würde ich es wahrscheinlich ganz aus meinem Landrover Terminkalender streichen. Oder ich muss mal um Punkt 11h da sein, vielleicht werde ich dann überrascht.

Es sei denn ich kaufe doch mal irgendwann einen Landrover Oldtimer… Dann wird so ein Event direkt interessanter. Mal sehen. Hier noch ein paar Impressionen.