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Caravan Salon 2017 in Düsseldorf

Aufgrund der Wohnortnähe habe ich mal wieder die Düsseldorfer Messe besucht. Vor einigen Jahren (2012) habe ich auf dem damaligen Caravan-Salon den Tecraft als Prototypen gesehen und war begeistert. Leider hat man anscheinend das Konzept nicht weiter verfolgt, zumindest habe ich am Stand sowie auf der eigenen Internetseite nichts mehr dazu gefunden. Trotzdem bleibt Terracamper für mich eine der innovativen Firmen am Markt.

2017 wollte ich zu der Messe um mal genauer zu schauen was die Welt der Campingplatzfreunde so alles für einen Offroad Einsatz bietet. Einige Firmen wollte ich bewusst besuchen, wie z.B. Efoy. Ich war dann doch erstaunt, dass sich der sonst nur in Bad Kissingen und co vertretene Anteil der Aussteller auch in den Massenmarkt nach Düsseldorf wagt. So traf ich z.B. auf Campwerk, 3Dog, XP-Edition und die Hersteller der großen Allradreisemobile Action Mobil, Bliss oder Bimobil.

Action Mobil ist mir leider unangenehm aufgefallen und erinnerte mich an die Zeiten von Cowboys und Indianern. „Wir bilden eine Wagenburg“ war augenscheinlich das Motto der Standbauer. Action Mobil hatte einen Atacama 5800 ausgestellt und drumherum den Stand mit Absperrungen verschlossen. An einem möglichen, aber mit Absperrband verschlossen, Eingang sass dann eine junge Dame die angestrengt auf ihr MacBook schaute. Angst vor Kunden? Angst vor Publikum? Selbst die fahrenden Mercedes SLS und Porsche Cabrio Garagen im siebenstelligen Bereich, die auf der Messe ausgestellt waren, liessen einen näheren Kontakt zu. So ein Verhalten finde ich echt schade. Das kenne ich aus Bad Kissingen anders.

Erfreut war ich Gentle Tent mal wieder mit innovativen Ideen (aufblasbarer Fahrradcampinganhänger) zu treffen und konnte feststellen dass viele andere Hersteller inzwischen auch komplizierte Gestänge durch Luft ersetzen.

Meinen innovationshungrigen Geschmack hat – zumindest als Prototypen oder eher Zukunftsvision – die Fa. Detleffs getroffen, die ein Wohnmobil komplett mit Solarpanels zugepflastert hatte. e.home nennt man den Trend und will elektrisch in Urlaub fahren. Bei genauerem Hinsehen erkannte man allerdings schnell dass es in Teilen nur Aufkleber in Solarpaneloptik waren, ohne jede Funktion.

Das Kopfschütteln musste ich bei manchen Ständen wirklich unterdrücken, wie z.B. bei beheizbaren Campingstühlen mit 35-55 Grad Sitzheizung. E gibt anscheinend wirklich einen Markt für solche Dinge. Ich bevorzuge ein Fell

Bei XP Edition habe ich noch einmal ausführlich die Oztent Chairs getestet und den bequemsten ausgesucht. Für mich ist das der Jet Tent Pilot DX. Den Preis von 90 Euro finde ich absolut ok. Direkt nach der Messe bei XP Edition bestellt. Danke nochmal für die gute und nette Beratung am Stand!

Weit oben auf meiner Liste der zu beschaffenden Ausrüstungsgegenstände verankert sich eine Efoy Brennstoffzelle. Das Konzept ist so einfach wie genial, klein, kompakt, leistungsstark. In Kombination mit Solar ist man so für alle Regionen bestens gewappnet. Auch hier am Stand gutes und fachkundiges Personal mit netter Beratung!

Ich habe die Messe mit meinem Vater besucht. Nach dem Durchqueren mehrerer Hallen mit Wohnmobilen und Wohnanhängern meinte er zu mir:

„Ich habe dass Gefühl wir gehen immer durch ein und dieselbe Halle.“

Und was soll ich sagen, irgendwie hat er Recht. Die Masse der Wohnmobile und Wagen wirken fast uniform. Sich mit Farbe oder einem coolen Design mal etwas zu wagen ist eher ein Fremdwort. Aber der Kunde verlangt anscheinend nicht danach.

Insgesamt scheint aber der Allradtrend auf der Messe angekommen zu sein. Alle namhaften Hersteller haben mindestens ein Fahrzeug welches mit Allrad / Off-Road / 4×4 oder anderen wilden Bezeichnungen versehen ist und so dem Kunden suggeriert, dass er jetzt keine Grenzen mehr hat. Das ist der Trend einen SUV unter den Wohnmobilen zu kaufen. Man hat zumindest das Gefühl man käme überall hin.

Einen einzigen Defender habe ich auf der Messe gesehen, die Fa. Greiner Automotive hat ein Worker- / Küchenmodul vorgestellt. Schick auf einem 130CC aufgebaut. Hohe Ingenieurskunst, perfekte Verarbeitung, der Wagen war aber in meinen Augen eher ein Showfahrzeug.

Mein Fazit: Ich muss nicht nochmal hin, Bad Kissingen ist eher das passende Messeformat für mich. War ein netter Tag mit wenig innovativem Input, mehr nicht.

1 Kommentare

  1. Hallo Guido,
    die Uniformität ist mir auch insbesondere bei den Kastenwagen aufgefallen.
    Ein Highlight und wirklich positiv hat mich der „Oman“ von Burow Reisemobile überrascht:
    https://www.burow-reisemobile.de/pick-up/oman-ford-ranger/
    Den Single-Cab gibt es in Deutschland leider nicht mit dem Fünfzylinder Diesel.
    Alle ausgestellten Fahrzeuge sind mit AddBlue und EURO 6 wohl auch nur für Europa konzipiert und die Globetrotter Reisemobile liegen dieses Wochenende im Hafen von Engkirch an der Mosel. Vielleicht sieht Mann sich ja.
    Gruss,
    Bernd

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