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Post vom Kraftfahrbundesamt – Rückrufaktion

KBA AntwortDas hatte ich im ganzen Autofahrerleben noch nicht. Post vom KBA.

Das KBA schreibt mich an wegen der Rückrufaktion von Landrover. Q421 „Ölpumpe Störung“. Naja, ist für mich entbehrlich, da das schon bei der letzten Inspektion mit gemacht wurde. Der große Vorteil für mich: Wenn die Ölpumpe gewechselt wird dann auch das Öl, somit sind die Kosten für mich bei der Inspektion entfallen.

Erstaunlich finde ich allerdings dass das KBA oder Landrover so lange braucht mich anzuschreiben. In den einschlägigen Foren finden sich bereits Anfang April 2015 die ersten Beiträge zu Q421. Und wenn es wirklich – wie LR schreibt – nur wenige Fahrzeuge waren die betroffen sind, kann das in meinen Augen nicht sein.

Das KBA schreibt in seiner Rückrufdatenbank (da kann man sehr einfach nachsehen was für sein Fahrzeug so vorliegt) dass eine Funktionsstörung der Ölpumpe zu einem Motorschaden führen kann. Hallo? Motorschaden? Ich denke ein Motorschaden kostet LR mehr als bei zehn Fahrzeugen die Ölpumpe zu tauschen. Das KBA gibt als Veröffentlichungsdatum den 29.12.2015 an. Mein Brief war datiert mit dem 8.1.16, also der Zeitlauf ist in meinen Augen in Ordnung. Also bleibt die Frage übrig, warum LR so lange braucht das an das KBA zu melden.

Meine These: Man wartet einfach ein wenig und geht davon aus dass möglichst viele im Rahmen der ganz normalen Wartungsintervalle (während der Garantiezeit) die LR-Werkstatt aufsuchen. Rückrufaktionen sind für jeden Hersteller nicht so imagefördernd.

Um diese These zu untermauern oder zu entkräften habe ich LR angeschrieben. Drei Tage nach meiner Anfrage antwortet mir der Bereich Kundenbetreuung, CRC Eskalation, Customer Service Centre wie folgt:

„Die von Ihnen erwähnte Aktion „Q421 – Störung Ölpumpe“ für den Land Rover Defender wurde seitens Jaguar Land Rover seiner Zeit an alle Land Rover Partner kommuniziert mit der Bitte, alle Kunden vermeintlich betroffener Fahrzeuge zu kontaktieren. Aus datenschutzrechtlichen Gründen haben wir als Importeur lediglich in Ausnahmefällen Zugriff auf mit Kundendaten verknüpfte Fahrgestellnummern oder auf die Datenbänke unserer Vertragspartner, so dass eine direkte Kontaktaufnahme von dieser Stelle aus nicht zu realisieren war.

Da die erfolgten Rückmeldungen nicht unseren Erwartungen entsprochen haben und wir für unsere Kunden die größtmögliche Sicherheit schaffen wollten, hat man sich später dazu entschlossen, das Kraftfahrtbundesamt zu involvieren.

Wir bitten um Verständnis, dass der Austausch und Abgleich der hierzu erforderlichen Datensätze äußerst sorgfältig erfolgen muss und dieses vorgelagerte Procedere eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt und hoffen, mit diesen Erläuterungen ein wenig zur Aufklärung beigetragen zu haben.“

Wer ist jetzt ursächlich verantwortlich für die späte Information? In meinen Augen schiebt LR die Schuld zu seinen Händlern.

KBA KBA 2

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