Ausstattung, Erfahrungen
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Panne! …und dann?

Nach einer gewissen Unzufriedenheit als langjähriges Mitglied im ADAC habe ich mich entschlossen zu wechseln.

Viele Alternativen bietet der Automobilclub-Markt ja nicht. Da ein Freund dort arbeitet, habe ich mich für den AvD entschieden. Vor allem, weil er nicht nur Schutz in Europa bietet sondern weltweit. Die Mitgliedschaft ist online schnell abgeschlossen, wenige Tage später erhalte ich dann auch alle Unterlagen. In den „Allgemeinen Bedingungen der Allianz Gruppen-Versicherung zur Mitgliedschaft AvD Help plus“ (Im Internet nicht einsehbar) steht aber leider unter Ziffer 3.1 „Versicherte Fahrzeuge sind…als Personenwagen zugelassene Fahrzeuge..“

Das hat mich irritiert. Personenwagen kannte ich bislang nur aus dem Eisenbahnverkehr, ich vermute man meint Personenkraftwagen (PKW). Ein neuer Defender ist aber als LKW zugelassen und müsste somit ausscheiden. Konnte ich mir irgendwie nicht vorstellen und habe den AvD angeschrieben ob das deren Ernst ist. Antwort:

„Sehr geehrter Herr Karl,
vielen Dank für Ihre Email. Das ist wirklich sehr schade.
Leider sind uns aufgrund der Bedingungen die Hände gebunden und ich rate Ihnen, sofern Sie keine weiteren Fahrzeuge nutzen, die keine LKW-Zulassung haben, Ihr Widerrufsrecht in Anspruch zu nehmen.
Bei weiteren Fragen stehen Ihnen gerne unsere Mitarbeiter/innen der Service-Zentrale unter der Rufnummer 069 6606-300 – Montag bis Freitag von 8:00 bis 18:00 Uhr – zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen,
Automobilclub von Deutschland e.V.“

Äh, was ist schade? Habe ich was falsch gemacht? Falsches Auto gekauft oder falschen Partner für den Pannenfall ausgesucht? Also, AVD spielt bei Defender als LKW nicht mit. Von meinem Widerrufsrecht habe ich also Gebrauch gemacht.

Daraufhin habe ich mal am Markt vertretene Automobilclubs angeschrieben und folgende Antworten erhalten:

ACE
Von der Homepage: „Grundsätzlich gilt unser Leistungsversprechen bei Fahrzeugen, die Sie als Personenkraftwagen (PKW) zugelassen haben, und mit denen Sie privat unterwegs sind (§1, Punkt 2 der Allgemeinen Bedingungen der Schutzbriefversicherung für ACE Mitglieder) – und nicht bei Fahrzeugen, die als LKW zugelassen sind.“ Die Antwort auf meine nett formulierte Anfrage:

„Sehr geehrter Herr Karl, es ist mir wichtig, hier ein paar Worte zu unserem Clubversprechen zu sagen: Die ACE Leistungen finanzieren sich aus den Clubbeiträgen, die jedes Clubmitglied in gleicher Höhe bezahlt. Daraus leitet sich dann auch ein einheitlicher Leistungsanspruch ab, den wir in unserem Leistungsprofil ausführlich aufzeigen. Persönliche Kriterien können wir leider nicht berücksichtigen. Dies gilt für alle Mitglieder in gleichem Maße, und wir bitten Sie um Verständnis, dass wir auch auf Kulanz keine zusätzlichen Fahrzeugarten absichern können. Zu guter Letzt würden sich diese zusätzlichen Kosten auch auf die Mitgliedsbeiträge auswirken. Als Solidargemeinschaft stehen wir jedoch der gesamten Mitgliedschaft gegenüber in der Verantwortung, dass wir unser Leistungsversprechen allen Mitgliedern in gleicher Weise zukommen lassen und natürlich auch mit den Clubbeiträgen im Rahmen der ACE-Satzung haushalten.
Vielen Dank für Ihr Verständnis und weiterhin alles Gute.
Mit freundlichem Gruß
ACE Auto Club Europa e.V.“

ADAC
Der ADAC macht es an der Bauart fest: „Das Fahrzeug darf nach Bauart und Einrichtung zur Beförderung von Personen nicht mehr als 9 Sitzplätze (einschließlich des Platzes für den Fahrer) haben und eine Gesamtbreite von 2,55 m, eine Gesamtlänge von 10 m, eine Höhe von 3 m sowie eine zulässige Gesamtmasse von 3.500 kg nicht überschreiten. Auch für den mitgeführten Anhänger gelten die angegebenen Maße. Alle angegebenen Maße gelten einschließlich der Ladung.“ schränkt aber den Ort der Hilfeleistung ein, nur da wo der ADAC hinkommt kann geholfen werden: „Zudem muss das Fahrzeug in Deutschland wegen einer Panne oder eines Unfalls auf einer öffentlichen Straße einschließlich der von dort unmittelbar zugänglichen (auch privaten) Garagen- und Parkplätze liegen geblieben und der Schadenort mit Hilfsfahrzeugen erreichbar sein.“

Landrover selber bietet bei Neufahrzeugen innerhalb der Garantie folgendes an: „3 Jahre europaweite Mobilitätsgarantie rund um die Uhr“, spezifiziert das aber nicht näher. Diese kann man dann noch zwei Jahre verlängern.

Ich für meinen Teil habe entschieden regelmäßig in entsprechendes Equipment zu investieren und mich in die Lage zu versetzen mir selber und anderen im Zweifelsfall helfen zu können.

6 Kommentare

  1. guido sagt

    Solange ich Garantie habe, ist LR ja für mich da. Aber wenn du für den Anschluss was hast gerne! Müssen mal wieder nach FurstenForest…

    • guido sagt

      Hallo Olli,
      danke für die Mail mit den Schutzbriefinfos, werde ich ausgiebig studieren. Böser Wolf hört sich gut an, mach mal einen Terminvorschlag!
      Viele Grüße
      Guido

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