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Der TÜV und die Cloud

tuev_2Aufgrund der LKW Zulassung des Defenders darf mach schon nach zwei Jahren zum TÜV, bzw. straßenverkehrszulassungsrechtlich korrekt zur Hauptuntersuchung nach §29 StVZO. Ich habe mir als Gesellschaft die GTÜ ausgesucht, war von der Entfernung naheliegend.

Nach kurzer Wartezeit wurde ich vom Prüfer begrüßt mit, „Oh, ein Exot!“ Naja, so exotisch finde ich einen Landrover Defender jetzt auch wieder nicht. Prüfer bestand darauf selber in die Halle zu fahren.

Nach kurzer Erklärung der Schlüssel und der Fernbedienung dann das Einsteigen.

Ich: „Nein, der Sitz geht nicht weiter zurück, der ist schon ganz hinten.“
Prüfer: „Habe ich gemerkt.“ – versucht zu starten…

Ich: „Ist ein Engländer, Lenkradschloss ist links.“
Prüfer: „Ah, ok. Hat der permanenten Allrad?“
Ich: „Ja.“
Prüfer: „Kann man den abschalten?“
Ich: „Nein, deshalb heisst das ja permanenter Allrad.“

Prüfer fährt auf dem Hof eine Runde und macht eine Vollbremsung, Bremstest bestanden. Allradfahrzeuge können eben nicht auf der Bremsrolle getestet werden. Prüfer fährt in die Halle.

Prüfer: „Wo hat der denn den OBD Stecker?“tuev_1
Ich: „Vermutlich unter dem Armaturenbrett“

Angesteckt, ausgelesen, es kamen nur Jaguar Fahrzeuge raus. Prüfer erstaunt, ich erkläre den Zusammenhang zwischen Jaguar und Landrover. Natürlich ist der Defender nicht in der Liste, so muss alles von Hand eingegeben werden. Dann kommt das was jedem weh tut. Immer wieder wird der Motor auf 5000 U/Min gedreht. Schrecklich. Bei einem zwei Jahre alten Auto finde ich das übertrieben. Soweit alles in Ordnung.

Prüfer: „Was ist denn das für ein Lenkrad?“
Ich: „Ein Raid, steht drauf…, ist nachträglich eingebaut worden, ist eingetragen.“

Dummerweise nicht in den Fahrzeugpapieren. Aufgrund des vorangegangenen Urlaubs hatte ich alle Unterlagen aus dem Auto genommen und sie zu Hause ordentlich abgeheftet.

Prüfer: „Wo haben sie denn die Unterlagen?“
Ich: „Zu Hause, aber habe ich alles digital dabei, alles eingescannt und in der Cloud abgelegt. Zeige ich ihnen!“
Prüfer: „Das darf ich aber eigentlich nicht akzeptieren…, sie müssen die Originale mitführen.“

Gleiches dann noch für die Reifen/Felgen.

Hat er dann aber trotzdem anerkannt (Liegt alles in einer Dropbox), keine Mängel am Fahrzeug (ok, nach zwei Jahren nicht zu erwarten) und die Bumper hinten waren auch kein Problem. 97 Euro gezahlt und wieder zwei Jahre Ruhe.tuev_3

 

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