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Land Rover Experience Tour Australien 2015

landrover_experience-1An acht Orten und zahlreichen Terminen haben sich über 6000 Kandidaten der Herausforderung gestellt. Oder? War es eine Herausforderung? Oder wollten manche für knapp 30 Euro nur mal ein wenig Spaß haben? Oder beides?

landrover_experience-16Ich habe mir den Spaß gegönnt und war bei einem Termin (10. August 2014) im Land Rover Experience Center Wülfrath. Alleine für die Anfahrt zum Gelände empfiehlt sich schon ein passendes Auto. Die Kleidung sollte wetter- und geländetauglich sein (versteht sich eigentlich von selber, oder?). Mit High-Heels rutscht man eben von der Kupplung ab und wer in Australien bei einer kleinen Regenschauer seinen Knirps oder Golfschirm auspackt hat bei einer solchen Challenge nichts zu suchen. Am Gelände angekommen begrüßt einen das Team von Land Rover, nimmt die Personalien auf, prüft Führerschein, macht ein Foto und man bekommt sein Lanyard mit Name und Foto. Zuschauer sind verboten, Hunde sind erlaubt.

landrover_experience-15Das Qualifikationscamp unterteilte sich dann in verschiedene Challenges.

  • Questionnaire
  • Australia Challenge
  • Trial
  • Navigation

Dann noch die Möglichkeit die fünf aktuellen Modelle

  • Defender (der einzige Schalter, alle anderen Automatik)
  • Discovery
  • Freelander
  • Range Rover
  • Range Rover Evoque

landrover_experience-24auf dem Testgelände Probe zu fahren. Um es vorweg zu nehmen, das war für einige der Teilnehmer der einzige Grund zu kommen, manche haben keine einzige Challenge mitgemacht und nur die Probefahrten gemacht. Für mich war das Probefahren aller Modelle insbesondere eins. Die Bestätigung, beim Kauf des Defenders genau die richtige Wahl getroffen zu haben ohne vorher die anderen Modelle gefahren zu sein. Jedes andere Modell hat seine Daseinsberechtigung und sein Einsatzgebiet. Im ersten Anschein könnte man bei Modellen wie einem Evoque eher an eine  Straßencafecruiser denken. Pustekuchen. Knallhartes Geländefahren geht. Ok, die Instruktoren wissen natürlich auch was mit einem Defender geht und was mit einem Evoque, dementsprechend führt der Instruktor einen durch das Gelände. Über die Wippe wollte man mich aber mit keinem Auto fahren lassen. Schade…

landrover_experience-12Natürlich habe ich alle Challenges mitgemacht. Ehrensache! Drei von vier Challenges muss man absolvieren, nicht alle vier. Questionnaire war ein Fragebogen, für dessen Beantwortung man sich eine Stunde Zeit nehmen konnte. Fragen aus den Bereichen

  • Outdoor und Survival-Kenntnisse
  • Offroad und Fahrzeugtechnik
  • Australien und die Land Rover Experience Tour
  • Navigation und Englisch
  • Navigation anhand einer Karte (Grundlagen Mahematik und Dreisatz)
  • Land Rover Produktpalette

Durchaus anspruchsvoll, bei einigen muss man schon überlegen. Der ambitionierte Defenderfahrer mit Nutzung seines Fahrzeuges auch ausserhalb befestigter Wege sollte hier auch theoretisch vorbelastet sein. Das Navigieren mit Karten fällt denke ich jüngeren Menschen die das Autofahren nur mit Navi gelernt haben schwerer als Menschen die noch Zeiten ohne Sicherheitsgurte im Auto kennen oder wissen dass der rechte Aussenspiegel früher aufpreispflichtiges Extra war.

landrover_experience-23Die Australia Challenge war lustig, in einem „Labyrinth“ von acht Schatztruhen die vier richtigen öffnen, die Inhalte merken und am Ende Fragen beantworten sowie GPS Koordinaten wiedergeben. Als ich dem Instruktor die Koordinaten exakt wiedergegeben habe hat er ganz schön geschaut, aber das war doch Teil der Aufgabe. Naja.

landrover_experience-20Trial fahren ist der Klassiker. Abgesteckter Parcour mit Bällen, ein Punkt Abzug für den herunterfallenden Ball, drei Punkte Abzug für Zurücksetzen, fünf für Stangen umfahren. Pro Sekunde Über- oder Unterschreitung des Zeitfensters von zwei bis drei Minuten ein Punkt Abzug. Den Parcour habe ich mit null Fehlerpunkten absolviert, ist auch bei Regen, geschlossenem Fenster (ich war der erste der alle Fenster schließen musste) und schlechtem Wetter machbar. Es gab Teilnehmer die haben hier locker die 100 Fehlerpunktmarke geschafft, fehlerfrei waren erstaunlicherweise nur die wenigsten unterwegs.

landrover_experience-26Navigation mit einem (Swarowski-) Fernglas und einem GPS Gerät ist ebenfalls machbar, aber nicht für Menschen die ein Ziel in ihrem Navi eingeben und den Anweisungen folgen.

Alles in allem ist die gesamte Challenge zu schaffen. Erstaunt war ich über Fragen bei der Selbsteinschätzung wie „Rauchen Sie, wenn ja wie viel?“ Sind das Überreste der Camel Trophy? Warum ist das wichtig? Härtetest für Zigarettenanzünder? Aschenbecher habe ich irgendwie keine gesehen…

Es waren auch Wiederholungstäter dabei, die das jedes Mal mitmachen und verzweifelt versuchen irgendwann einmal auch im Finale zu bestehen. Für knapp 30 Euro war das ein nachmittag Spaß pur, Kennenlernen netter Leute, Testen was das Zeug hält und auch ein wenig Herausforderung. Für das angebotene Essen hat man keine Zeit wenn man das Programm Ernst nimmt. Ich empfehle den Termin morgens, dann hat man auch Zeit für das Mittagessen…

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