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Dachgepäckträger

Als Fazit zu meinem Messebesuch auf der Abenteuer Allrad hatte ich zum Thema Dachgepäckträger folgendes geschrieben:

Dachgepäckträger„Hier gibt es viele Ansätze, den ganz klassischen, den modernen funktionalen, oder für mich ganz neu den ultraflachen und multifunktionalen. Dann gibt es große Unterschiede in Form Farbe und Material, von Edelstahl, über Aluminium bis hin zu Carbon. Preislich geht es bei Gut 1000 € los und endet bei dem ungefähr 7-8 fachen.

Mich hat die Kombination aus allem überzeugt.  Das vor einigen Jahren auf den Markt gebrachte begehbare Dach war der Vorläufer des jetzt von Abenteuer4x4.com vorgestellten superflachen Dachgepäckträgers mit Airlineschienen. Qualität und Verarbeitung stimmen, Farbe nach Wahl. Eine sehr dezente Lösung mit einem geringen Gewicht. Da es sich bei dem Träger um ein großes Blech handelt, wird er nicht verschickt sondern vor Ort montiert. Das Blech ist von der Optik ähnlich den Rockslidern gehalten. Die Airlineschienen sind in silber oder schwarz erhältlich. In einer Diskussion in der Camp-Area wurde ich in meiner Euphorie direkt gedämpft, es würde doch für die Stabilität des Daches viel mehr Sinn machen wenn das Blech auch über die Rundung gehen würde. Ein Aspekt, den man nicht unbedingt von der Hand weisen kann. Bei einer Tiefgaragenhöhe von 2,10m wäre das eines der ganz wenigen Trägersysteme die unbeladen noch reinpassen.“

Die Gespräche von der Camp-Area haben mir keine Ruhe gelassen, also habe ich mit dem Hersteller des von mir favorisierten Trägers noch einmal Kontakt aufzunehmen und meine Fragen loszuwerden. Und siehe da, innerhalb kürzester Zeit bekomme ich per E-Mail eine hoch qualifizierte und nette Antwort. Und das ganze sogar mit einem Verweis auf die am Markt vertretenen Mitbewerber. Das ist für mich immer ein gutes Zeichen, wenn man die „Konkurrenz“ nicht als Feind betrachtet, sondern so überzeugt von seinen Produkten und deren Qualität ist, dass man Mitbewerber nicht fürchten muss.

Folgende Antwort habe ich erhalten (Auszug):

„Unser Träger ist aus einem Stück gefertigt, es wird nicht gestückelt. Außerdem verwenden wir kein handelsübliches Riffelblech. Unser Blech wird extra für den Träger hergestellt und durch die „gezogenen Noppen“ erreichen wir einen sicheren Tritt bei Nässe und Feuchtigkeit sowie eine interessante Optik.

Unser Träger ist auch kein „gerades“ Stück Blech, sondern sehr wohl an den Ecken abgerundet und dem Dach angepasst – nur dadurch erreicht man, dass der Druck nach unten abgeleitet wird und das Dach begehbar wird. Eine Rundung bis zur Reling ist deshalb nicht notwendig und beim Defender einfach nicht möglich, da jedes Fahrzeug in den Maßen voneinander abweicht. Wir könnten keine Passgenauigkeit erreichen – jedes Dach wäre eine Einzelanfertigung.

Die Steifigkeit ensteht dadurch, dass die zweite „Haut“ wie ein Sandwich agiert und sich Dach und Blech nicht gegeneinander verschieben oder Wölben können. Dazu dient auch ganz besonders die Wölbung in unserem Blech! Aber es bietet keinen weiteren Vorteil diese Rundung unbedingt auf der Reling aufliegen zu lassen. Die Steifigkeit ensteht durch die Nieten und den festen Verbund. Ein normaler Dachträger stützt sich auf der Reling auf.“

Die Antwort überzeugt mich. Ein kleines Aber bleibt leider für mich noch. Auf der Messe habe ich mir auch Aufstelldächer angesehen. Das (wahrscheinlich) teuerste Carbon-Aufstelldach von Matzker hat mich begeistert, da es die ursprüngliche Dachform nicht so stark erhöht verändert wie alle anderen. Das wäre natürlich nicht kompatibel mit einem solchen Träger. Diese Entscheidung muss ich erst für mich treffen bevor ich entweder zum Aufstelldach oder zum Dachgepäckträger greife.

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