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Liegefläche mit Sandblechen

sandblech4Ziel ist es, eine ebene Liegefläche auf Höhe der hinteren Radkästen im Defender zu schaffen. Die Alltagstauglichkeit soll schnell wieder hergestellt sein, ein Betrieb mit hinterer Rücksitzbank als Alternative zur Liegefläche möglich sein. Also scheidet ein fester Einbau aus. An der engsten Stelle sind knapp 140 cm Breite gegeben, die maximale Länge liegt bei ganz knapp über 200 cm. Also ein gutes Maß für eine Standardauflage. Bei den üblichen Verdächtigen habe ich irgendwie nichts gefunden was meinen Vorstellungen entsprochen hat, also Eigenbau.

03Holz ist nicht der von mir favorisierte Werkstoff. 05Also habe ich überlegt welche Alternativen es gibt. Natürlich soll es stabil genug sein damit man nicht durchhängt oder irgendetwas bricht.

Meine Idee war es, die Aufnahmepunkt der hinteren Sitzbank zu nutzen, um daran Halter zu befestigen für die Liegefläche. Das ganze wurde dann in Edelstahl realisiert.

06An den äußeren der vier Befestigungspunkte wurden zwei Halter angepasst, die eine Querstrebe genau auf Höhe der hinteren Radkästen aufnehmen. Das ganze mit vielen Langlöchern um eine spätere Verschraubung der Liegefläche zu ermöglichen.

04Im hinteren Bereich der Radkästen kommt eine variable Konstruktion zum Einsatz, die nicht fest montiert werden muss und bei Bedarf verschoben werden kann. Diese liegt passgenau bündig auf dem inneren Bereich der Kotflügel auf  und hat an der oberen Kante genau das Maß der Kotflügel innen.

Somit sind die Halter unabhängig von einer Liege-/Ablagefläche.

Die Liegefläche besteht aus drei Sandblechen der Fa. GMB-Mount (139 Euro das Stück) mit jeweils 2 Meter Länge und jeweils 44cm Breite. Ergibt mit einem Zwischenraum eine Breite von 136 cm, perfekte Aufnahme für eine Auflage von 140×200 cm.

Kosten- und Gewichtsvergleich. Die Auflage hätte ich auch mit Siebdruckplatten bauen können, das wäre vom Gewicht fast gleich gewesen (31,2kg Sandbleche zu 33,6kg Siebdruck), preislich hätte ich mit der Siebdruckalternative ca. 200 Euro gespart.

Bei Nichtnutzung der Liegefläche können die Bleche auf einer Seite aufeinandergelegt werden, bei einer Pause kann eines der äußeren beiden Bleche als Verlängerung auf das mittlere geschraubt werden und so als verlängerter Tisch dienen. Natürlich können die Sandbleche auch als Sandbleche genutzt werden… Ich hoffe natürlich nie in eine solche Verlegenheit zu kommen.

Die Bleche musste ich um ein paar Zentimeter kürzen, was aber problemlos war und der Liegefläche keinen Abbruch tut. In Sardinien wurde der Eigenbau dann seinem Härtetest unterzogen. Extremes Gelände, wenig Asphalt und drei Wochen keine Schonung. Fazit: Hat super gehalten. Und das Schlafen war darauf auch super! In Sachen Stauraum passt unter die Liegefläche so einiges: zwei Stühle, zwei Hocker, ein Tisch, ein Zelt, die komplette Auflage für das „Bett“, Pumpe, Wanderschuhe und Stöcke, die komplette Küche einschließlich Cobb-Grill, gesamte Fotoausrüstung mit zwei Bodys und diversen Objektiven, Frischwasservorrat, Werkzeug und diverse Kleinteile. Auf die Liegeflächen kam lediglich die Kühlbox sowie zwei Taschen mit Klamotten, die dann zum Schlafen auf die Vordersitze wanderten.

Befestigt habe ich die Bleche erst einmal mit Kabelbindern, die haben ja nichts zu halten. Langfristig nehme ich einfach zwei Spanngurte, geht schneller.

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